Nach ZEW-Index

Euro Dollar Kurs: Darum legt der Euro zu

15.08.23 21:00 Uhr

Euro Dollar Kurs: Darum legt der Euro zu | finanzen.net

Der Euro hat am Dienstag etwas zugelegt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1239 EUR 0,0000 EUR -0,03%

8,0738 CNY 0,0024 CNY 0,03%

0,8750 GBP -0,0003 GBP -0,03%

9,2325 HKD 0,0024 HKD 0,03%

183,8300 JPY -0,3400 JPY -0,18%

1,1803 USD 0,0004 USD 0,03%

1,1429 EUR 0,0003 EUR 0,03%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,20%

0,8474 EUR -0,0003 EUR -0,03%

Nach einem wechselhaften Verlauf wurden zuletzt 1,0917 US-Dollar gezahlt. Am Nachmittag tauchte der Kurs mit der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten zuerst kurz unter die Marke von 1,09 Dollar ab. Danach aber holte er zeitweise Schwung bis auf 1,0952 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0926 (Montag: 1,0930) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9152 (0,9149) Euro.

Als Stütze wirkte zunächst, dass sich die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten in Deutschland im August überraschend aufgehellt haben. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW verbesserte sich von niedrigem Niveau aus etwas, während Analysten mit einer erneuten Eintrübung gerechnet hatten. Allerdings verschlechtere sich die Beurteilung der aktuellen Lage deutlich und sank auf den niedrigsten Stand seit August 2020.

Ökonomen äußern sich verhalten zu den Daten. "Es deutet sich eine Bodenbildung auf niedrigem Niveau an, die Aussichten haben sich seit dem Frühjahr per Saldo nicht mehr weiter verdüstert", kommentierte Elmar Völker, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die abermals verschlechterte Einschätzung der Lage unterstreiche jedoch, dass die Stabilisierung von einer überaus schwachen Ausgangsposition aus stattfindet. "Die Rezessionssorgen bleiben weiterhin groß", so Völker.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten stützten den Dollar nur kurz. Die Umsätze im Einzelhandel sind im Juli stärker als erwartet gestiegen. "Der US-Konsument bleibt somit eine tragende Säule für die nordamerikanische Ökonomie", kommentierte Tobias Basse, Ökonom bei der Nord/LB. Die Einfuhrpreise in den USA sind im Juni zwar im Jahresvergleich weiter gesunken, aber nicht so stark wie erwartet. Enttäuscht haben hingegen Daten zum Immobilienmarkt.

/tih/ngu

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images, OlgaNik / Shutterstock.com