Ethereum-"Merge": Krypto-Bulle Mark Cuban "sehr optimistisch" für neues Ethereum-Upgrade
Ethereum, die Blockchain hinter der zweitgrößten Kryptowährung Ether, dürfte schon bald ein Upgrade bekommen, das bereits mit Spannung erwartet wird. Investoren erhoffen sich viel von der sogenannten "Merge" - so auch Krypto-Bulle Mark Cuban.
Werte in diesem Artikel
• Ethereum-"Merge" könnte bereits im Sommer stattfinden
• Umstellung von Proof-of-Work- auf Proof-of-Stake-Modell
• Upgrade laut Mark Cuban vor allem aus zwei Gründen sehr wichtig für Ethereum
Investoren fiebern schon seit geraumer Zeit auf ein Upgrade des Ethereum-Netzwerkes hin, bei dem Ethereum von seinem bisherigen Proof-of-Work-Modell zu einem Proof-of-Stake-Modell übergehen soll. Es wird erwartet, dass die Ethereum-Infrastruktur mit dem neuen Upgrade umweltfreundlicher werden, dem Netzwerk mehr Geld von institutionellen Investoren zufließen dürfte und die Neuerung auch dazu führen könnte, dass der Ether-Preis deutlich ansteigt.
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Ein konkreter Zeitplan stehe derzeit zwar noch nicht fest, doch Branchenbeobachter spekulierten, dass die "Merge" bereits in diesem Sommer stattfinden könnte.
Das Ziel des neuen Upgrades sei es laut Fortune, die Blockchain skalierbarer, sicherer und nachhaltiger zu machen. Krypto-Unterstützer Mark Cuban blickt den nahenden Änderungen, die sich aus der "Merge" ergeben sollen zuversichtlich entgegen. "Ich bin sehr optimistisch.", so Cuban gegenüber Fortune. Seiner Meinung ist die "Merge" aus zwei Hauptgründen sehr wichtig für das Ethereum-Netzwerk.
Umstellung auf Proof-of-Stake
Als einen Grund nennt er gegenüber Fortune den Übergang vom Proof-of-Work-Modell zu einem Proof-of-Stake-Modell. Während Ethereum derzeit auf das Proof-of-Work-Modell setzt, bei dem die Miner komplexe kryptografische Aufgaben lösen müssen, um Transaktionen zu validieren, was eine enorme Rechenleistung erfordert und häufig wegen seiner Umweltauswirkungen in der Kritik steht, steht beim Proof-of-Stake-Modell nicht die Rechenleistung der User im Mittelpunkt, sondern die Menge der Coins, die ein Nutzer besitzt. Wer mehr Coins einsetzt, um die Blockchain fortzuschreiben, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden, um Transaktionen im Netzwerk zu validieren und dafür wiederum eine Belohnung zu erhalten.
Derzeit laufen bei Ethereum laut Fortune sowohl Proof-of-Work- als auch Proof-of-Stake-Ketten parallel, jedoch verarbeite derzeit nur die Proof-of-Work-Kette die Transaktionen der Benutzer. Sobald die Zusammenführung dann abgeschlossen sei, werde die Ethereum-Blockchain aber vollständig auf die Proof-of-Stake-Kette, die sogenannte Beacon Chain, umgestellt. Damit werde unter anderem das Krypto-Mining obsolet, wodurch der hohe Energieaufwand, der für die Erstellung neuer Token aufgebracht werden muss, wegfallen würde. Wie Fortune berichtet, werde infolgedessen prognostiziert, dass der Energieverbrauch von Ethereum um 99 Prozent gesenkt wird. Aufgrund der geringeren Umweltbelastung werde zudem erwartet, dass mehr institutionelle Investoren Ether kaufen, die Ethereum-Blockchain nutzen, in das Netzwerk investieren und eine größere Akzeptanz schaffen wollen.
Wird Ether zum deflationären Vermögenswert?
Als zweiten wichtigen Grund für das Ethereum-Upgrade nennt Cuban, dass das Angebot an Ether nach der "Merge" voraussichtlich zurückgehen wird, da weniger Coins ausgegeben werden dürften, was die Kryptowährung laut Cuban "möglicherweise deflationär machen wird". Das Blockchain-Analyseunternehmen IntoTheBlock schrieb, wie Fortune berichtet, hierzu in seinem Newsletter: "Nach der Fusion wird die ausgegebene ETH-Menge voraussichtlich um 90 % sinken, was dazu führen würde, dass ähnliche Gebührensätze das Angebot von Ether um bis zu 5 % pro Jahr reduzieren". Eine steigende Nachfrage in Kombination mit einem sinkenden Angebot, könnte so auch den Ether-Preis steigen lassen und die Kryptowährung könnte sich zu einem deflationären Vermögenswert, der als Wertaufbewahrungsmittel genutzt werden kann, entwickeln. Ähnlich wie Bitcoin inzwischen als Absicherung gegen die Inflation genutzt und als Alternative zu Gold und als sicherer Hafen bezeichnet wird. Wie Fortune berichtet, könnte Ether nach seinem Upgrade sogar die älteste Kryptowährung Bitcoin hinsichtlich der Marktkapitalisierung überholen. Derzeit kommt Bitcoin laut Daten von CoinMarketCap auf eine Marktkapitalisierung von über 718 Milliarden US-Dollar, während Ethereum mit über 341 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei liegt (Stand: 13.04.20222).
Cuban setzt auf Digitalwährungen und damit verbundene Technologien
Mark Cuban, der als Krypto-Bulle gilt, erklärte gegenüber Fortune zwar, dass er kein Geld in die Beacon Chain investiert hat, dennoch setzt Cuban in seinem Portfolio stark auf Digitalwährungen und damit verbundene Technologien. So besitzt er laut Fortune Ether, NFTs auf Ethereum-Basis und hat in einige Unternehmen investiert, die auf Ethereum aufbauen, skalieren oder mit Ethereum interagieren wollen. Dass Cuban so begeistert von der Ethereum-Blockchain ist, liegt vor allem an Smart Contracts. "Was wirklich alles verändert hat, waren Smart Contracts", erklärte Cuban in einem Interview im März 2021. "Smart Contracts kamen hinzu […] und das schuf DeFi und NFTs", das habe das Spiel verändert und "das hat mich begeistert", erklärte Cuban. Deshalb sei es seiner Meinung dem Internet sehr ähnlich.
Redaktion finanzen.net
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