Knappes Angebot

Analyst: Deshalb wird Bitcoin zunehmend eine Alternative zu Gold

11.05.20 22:44 Uhr

Analyst: Deshalb wird Bitcoin zunehmend eine Alternative zu Gold | finanzen.net

Für viele Bitcoin-Fans ist die weltweit beliebteste Kryptowährung in Krisenzeiten ein guter Goldersatz. Auch für Bloomberg-Stratege Mike McGlone ist der Bitcoin inzwischen kein Risiko-Asset mehr, sondern wird zunehmend zu einem sicheren Wertspeicher wie beispielsweise Gold.

Werte in diesem Artikel
Devisen

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274,4493 CHF -11,7854 CHF -4,12%

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240,1240 GBP -10,5593 GBP -4,21%

46.840,1783 JPY -2.135,8401 JPY -4,36%

310,8337 USD -13,8339 USD -4,26%

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30,9877 EUR -1,3696 EUR -4,23%

25,7944 GBP -1,1902 GBP -4,41%

5.031,6228 JPY -240,3516 JPY -4,56%

33,3901 USD -1,5584 USD -4,46%

0,3895 USD -0,0279 USD -6,69%

16,0996 CHF -0,0133 CHF -0,08%

14,1249 EUR -0,0015 EUR -0,01%

12,3499 GBP -0,0530 GBP -0,43%

1.833,7203 JPY -3,6182 JPY -0,20%

16,2341 USD 0,0000 USD 0,00%

0,0036 BCH 0,0002 BCH 4,29%

0,0339 BSV 0,0015 BSV 4,51%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 2,31%

• Unsicheres Marktumfeld durch Corona und Rettungspakete
• Bloomberg-Stratege: Bitcoin erreicht Goldstandard
• Bitcoin-Angebot ist knapp

Die Corona-Pandemie hat die internationalen Märkte erschüttert. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Virus wurden das öffentliche Leben und das Wirtschaftsgeschehen stark eingeschränkt. Um die wirtschaftlichen Folgen zumindest abzufedern haben Regierungen und Notenbanken noch nie dagewesene Hilfsprogramme aufgelegt. So haben die Währungshüter ihre Geldschleusen geöffnet und die Märkte praktisch mit Liquidität geflutet. Doch bei zahlreichen Anlegern wächst deshalb die Sorge vor einem Anstieg der Inflation und damit einem Wertverlust ihres Vermögens.

Der Bitcoin hingegen wurde als dezentrales, staatlich unabhängiges und nicht-inflationäres Zahlungsmittel entworfen. Damit wird er zunehmend interessanter für Anleger, die dabei sind ihr Vertrauen in das staatliche Finanzsystem zu verlieren.

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Nicht-inflationärer Bitcoin

Auch Mike McGlone, Analyst bei Bloomberg Intelligence, sieht in seiner Angebotsstruktur einen großen Vorteil des Bitcoin - selbst gegenüber Gold, das gemeinhin als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt.

Bitcoins werden nämlich durch rechenintensive Prozesse erzeugt, im Rahmen derer neue Datenblöcke geschaffen werden, die für die Aufzeichnung von Bitcoin-Transaktionen benötigt werden. Im Gegenzug für das Bereitstellen ihrer Rechenleistung erhalten die sogenannten "Miner" für jeden erzeugten Block eine bestimmte Menge an ebenfalls neu generierten Bitcoins.

Das bedeutet, das Angebot von Bitcoin kann nicht so einfach ausgeweitet werden, wie es die Notenbanken derzeit mit Fiatgeld machen. Mike McGlone weist in seinem Blogbeitrag ferner darauf hin, dass selbst bei Gold die Fördermenge bei einem hohen Preisniveau hochgeschraubt werden kann, selbst wenn das Edelmetall insgesamt ein knappes Gut ist. Deshalb sei der Bitcoin als Wertspeicher besonders interessant.

Jedoch räumte McGlone auch ein, dass es selbst bei Bitcoin zu Angebotsschwankungen kommen kann, nämlich dann wenn Mining-Unternehmen ihre Bitcoins horten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt zu werfen. Doch solche temporären Ereignisse änderten dennoch nichts an der wertfördernden Angebotsstruktur von Bitcoin, so das Urteil des Bloomberg-Strategen. Deshalb habe die Cyberwährung seiner Meinung nach inzwischen Goldstandard erreicht und werde diesen auch behalten.

Halving bremst Bitcoin-Angebot

Dem Inflations-Schutz kommt beim Bitcoin eine hohe Bedeutung zu. Um nämlich einen inflationsbedingten Wertverlust zu verhindern, hat Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto bei der Programmierung der digitalen Währung festgelegt, dass sich die Menge der täglich ausgeschütteten Coins immer dann halbiert, wenn von den Minern rund 210.000 Blöcke gelöst wurden. Dieses sogenannte Halvening bedeutet, dass die Anzahl der umlaufenden Bitcoins mit immer geringerer Geschwindigkeit wächst.

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Das Angebot wird also zunehmend verknappt, bis die festgelegte Obergrenze von 21 Millionen Coins erreicht wird. Etwa alle vier Jahr steht dieses sogenannte Bitcoin-Halving an, bei der die Belohnung der Miner halbiert wird - und am 12. Mai ist es voraussichtlich wieder soweit.

Redaktion finanzen.net

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