Gute Stimmung an den Börsen

Darum steigt der Euro über 1,13 US-Dollar - Lira erneut unter Druck

12.04.19 17:45 Uhr

Darum steigt der Euro über 1,13 US-Dollar - Lira erneut unter Druck | finanzen.net

Der Kurs des Euro hat am Freitag zugelegt und ist über die Marke von 1,13 US-Dollar gestiegen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1208 EUR -0,0013 EUR -1,04%

8,2831 CNY 0,0927 CNY 1,13%

0,8694 GBP 0,0060 GBP 0,69%

8,7812 HKD 0,0939 HKD 1,08%

162,4100 JPY 0,5700 JPY 0,35%

43,0684 TRY 0,4656 TRY 1,09%

1,1322 USD 0,0124 USD 1,11%

1,1500 EUR -0,0084 EUR -0,72%

1,3017 USD 0,0047 USD 0,36%

0,0062 EUR 0,0000 EUR -0,32%

0,4556 TRY 0,0067 TRY 1,49%

2,1947 RUB -0,0326 RUB -1,46%

0,8834 EUR -0,0097 EUR -1,09%

0,7683 GBP -0,0028 GBP -0,36%

38,0445 TRY -0,0020 TRY -0,01%

Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1316 Dollar und damit so viel wie seit mehr als zwei Wochen nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1321 (Donnerstag: 1,1264) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8833 (0,8878) Euro.

Wer­bung
CNY/EUR und andere Devisen mit Hebel via CFD handeln (long und short)

Handeln Sie Währungspaare wie CNY/EUR mit Hebel bei Plus500 und partizipieren Sie an steigenden wie fallenden Notierungen.

Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

Die gute Stimmung an den Börsen drückte auf den Dollar. Im Gegenzug stieg der Eurokurs. Der Dollar gelte als globale Reservewährung in unsicheren Zeiten und sei daher nicht mehr so stark gefragt, hieß es von Marktbeobachtern. Besser als erwartet ausgefallene Exportdaten aus China hatten am Morgen bereits für Zuversicht an den Märkten gesorgt. Trotz des Handelskonflikts mit den USA hatten die chinesischen Ausfuhren zugelegt, was die Ängste vor einer schwächelnden chinesischen Wirtschaft dämpfte.

Weitere Konjunkturdaten bewegten am Devisenmarkt kaum. Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im März deutlicher als erwartet eingetrübt. Der Index der Uni Michigan war stärker als erwartet gefallen. Er ist ein Indikator für das Kaufverhalten der amerikanischen Verbraucher.

Unter Druck stand erneut die türkische Lira. Gegenüber dem Dollar betrugen die Verluste mehr als ein Prozent, zum Euro fast zwei Prozent. Fachleute begründeten die Schwäche vor allem mit politischen Faktoren. Die Skepsis gegenüber der Partei von Staatschef Erdogan, der AKP, ist groß, weil sie einige wichtige Resultate der Kommunalwahlen anzweifelt. Hauptstreitpunkt ist das Ergebnis in der Metropole Istanbul, wo eine Wahlwiederholung angestrebt wird. Darüber hinaus leidet das Land unter wirtschaftlichen Problemen. Im zweiten Halbjahr 2018 war die Türkei in die Rezession gerutscht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86290 (0,86168) britische Pfund, 126,76 (125,30) japanische Yen und 1,1326 (1,1304) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag mit 1293 Dollar gehandelt. Das waren rund 53 Cent mehr als am Vortag.

/elm/jsl/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Patryk Kosmyder / Shutterstock.com, Marian Weyo / Shutterstock.com