Betrugsskandal

Nach Krypto-Crash: Geschädigte FTX-Kunden erhalten wahrscheinlich vollständige Rückzahlung

13.02.24 22:57 Uhr

FTX-Desaster: Rettung in Sicht für Geschädigte - Vollständige Rückerstattung in Aussicht nach Krypto-Crash | finanzen.net

Nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im Jahr 2022 gibt es für die Geschädigten der Handelsplattform nun einen Lichtblick. Nach Angaben eines Konkursanwalts dürften die Opfer des Debakels mit einer vollständigen Rückerstattung rechnen.

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• Sam Bankman-Fried in sieben Fällen schuldig gesprochen
• Rückzahlungen für FTX-Kunden
• Verkauf von Digital Custody

FTX-Geschädigte warten auf Rückzahlung

Der Skandal um die Kryptobörse FTX hat den Markt für Bitcoin, Ethereum & Co. 2022 in Atem gehalten. Gründer Sam Bankman-Fried, auch SBF genannt, geriet nach einem gescheiterten Übernahmeversuch durch Konkurrent Binance und einem darauffolgenden Insolvenzantrag von FTX ins Visier der Strafverfolgungsbehörden. Dem Firmengründer wird vorgeworfen, Gelder aus dem Vermögen von FTX-Kunden abgezweigt zu haben, um riskante Geschäfte des FTX-Schwesterunternehmens Alameda Research zu finanzieren. Nach wie vor stehen erhebliche Beträge an Kundengeldern aus.

Schuldspruch für Bankman-Fried

Bankman-Fried wurde im November 2023 in sieben Betrugsfällen schuldig gesprochen. So habe er sowohl bei FTX als auch bei Alameda Research Überweisungsbetrug begangen und außerdem Beihilfe zum Überweisungsbetrugs, Wertpapierbetrug und zur Geldwäsche begangen, so das US-Justizministerium. Angaben von "CNBC" zufolge könnte auf SBF eine Gefängnisstrafe von aufsummiert 115 Jahren zukommen. Bevor es im März 2024 aber zur Verurteilung des Ex-FTX-Chefs kommen soll, könnte sich nun ein positiver Ausgang für die geschädigten Nutzer der insolventen Handelsplattform abzeichnen.

Insolvenzvertreter machen Hoffnung auf Erstattung

Laut CNBC erklärten Insolvenzvertreter von FTX kürzlich gegenüber einem Richter des Gerichts in Delaware, dass man sowohl Kunden als auch Gläubiger aller Voraussicht nach vollständig entschädigen können wird. Konkursanwalt Andrew Dietderich erklärte zwar, dass "noch viel Arbeit und Risiken" auf sein Team zukommen werden, aber man bereits eine Strategie ausgearbeitet habe, um den betroffenen Nutzern der Kryptobörse ihr verlorenes Geld zurückzuzahlen.

Angaben des TV-Senders zufolge sollen bis zu einer Million FTX-Kunden betroffen sein, der Gesamtschaden liege im Milliardenbereich.

Bankman war von FTX-Solvenz überzeugt

Bankman-Fried selbst betonte auch bereits nach der Insolvenz der von ihm ins Leben gerufenen Kryptobörse, dass das Unternehmen alle Gelder an Kunden zurückzahlen könne. Trotz des Bankrotts "besteht die Möglichkeit, dass sich das Unternehmen in erheblichem Umfang erholen kann", schrieb er im Januar 2023 in einem Eintrag auf der Plattform "Substack". Zu diesem Zeitpunkt stand er bereits unter Hausarrest. "FTX US ist nach wie vor voll zahlungsfähig und sollte in der Lage sein, alle Kundengelder zurückzuzahlen." Auch FTX International habe noch mehrere Milliarden US-Dollar an Mitteln, zusätzlich wolle er sein eigenes Vermögen zur Entschädigung der FTX-Kunden nutzen, so Bankman-Fried damals.

Digital Custody "nicht mehr von Nutzen"

Aus welchen Mitteln die Rückzahlung nun genommen werden soll, wurde bislang nicht genannt. Wie Rechtsanwalt John Ray III, der seit der FTX-Insolvenz die Führung des Unternehmens innehat, nun aber erklärte, habe man sich außerdem von der Tochtergesellschaft Digital Custody (DCI) getrennt, wie "Crypto News" berichtet. FTX hatte den Verwahrungsdienst 2022 vollständig übernommen und dafür insgesamt 10 Millionen US-Dollar gezahlt. Nun geht Digital Custody an den Krypto-Projektverwalter CoinList - zum Schnäppchenpreis von 500.000 US-Dollar. "DCI ist für das Geschäft der Schuldner nicht mehr von Nutzen, da die Schuldner LedgerX verkauft haben und es unwahrscheinlich ist, dass die Schuldner FTX U.S. verkaufen oder neu starten werden", heißt es in einem Statement der Rechtsabteilung von FTX. Die ebenfalls genannte Derivateplattform LedgerX wurde bereits im April 2023 abgestoßen.

Redaktion finanzen.net

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