Gewinner des neuen Ölpreisschocks

02.03.26 09:51 Uhr

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Gewinner des neuen Ölpreisschocks | finanzen.net

Der Iran-Angriff der USA und Israels sowie der dadurch bedingte kräftige Ölpreisanstieg zeigen erneut auf, dass in der chaotischen Trump-Zeit eigene Ressourcen elementar wichtig sind. Deutschland muss hier mehr machen – wovon ein Sektor profitieren dürfte.

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Eigentlich gibt es am Ölmarkt aktuell einen deutlichen Angebotsüberschuss, was den Preis der Sorte Brent im letzten Dezember zeitweise auf 58,70 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit der ersten Corona-Pandemiephase absinken ließ. Doch seitdem ist es kräftig bergauf gegangen. Zunächst wurde die Gefahr einer Eskalation im Nahen Osten sukzessive eingepreist und direkt nach Kriegsausbruch betrug der Aufschlag zum Tief dann bereits mehr als 35 Prozent.

Die Risiken steigen

Die Entwicklung zeigt, dass Trumps erratische und interventionistische Politik, die sich an keinerlei internationale Regeln oder Gepflogenheiten hält, ein substanzielles Risiko für die Weltwirtschaft darstellt – was im letzten Jahr auch bereits durch das Zollchaos verdeutlicht wurde. Dieses Mal hat es insbesondere den Ölsektor getroffen, da nun ein Engpass in der Versorgung gefürchtet wird. Das wäre der Fall, wenn die Produktion im Nahen Osten deutlich beeinträchtigt würde oder der Iran einen der wichtigsten Transportwege, nämlich die Meerenge von Hormus, für längere Zeit blockiert.

Deutschland muss sich absichern

Trump hält es im Moment für denkbar, dass die Attacken bis zu vier Wochen dauern. Ob das stimmt und ob in der Zeit daraus ein Flächenbrand im Nahen Osten wird, kann im Moment niemand seriös prognostizieren. Klar scheint indes, dass Deutschland und Europa in einem solchen Umfeld mehr tun müssen, um die Energieversorgung autarker zu machen. Auch wenn die Erneuerbaren Energien zuletzt von der Regierung eher stiefmütterlich behandelt wurden, dürfte der Sektor mittelfristig als Gewinner aus der aktuellen Krise hervorgehen.

Energiekontor vor starkem Jahr?

Das macht die Aktie von Energiekontor noch interessanter. Das Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Erneuerbaren Energien spezialisiert hat und auch ein eigenes Portfolio besitzt, hat in den letzten beiden Jahren tendenziell enttäuscht, was vor allem auf Verschiebungen in der Projektentwicklung zurückzuführen war. Im laufenden Jahr könnte aber der Knoten platzen und dem Unternehmen einen kräftigen Gewinnsprung bescheren. Die Aktie hat daher in den letzten Monaten bereits einen moderaten Aufwärtstrend ausgebildet. Die aktuellen Marktturbulenzen könnten nun noch einmal eine attraktive Einstiegsgelegenheit bieten.

Neue Einstiegschance bei Daldrup & Söhne

Das gilt noch mehr für das Bohrunternehmen Daldrup & Söhne. Sollte Geothermie künftig noch stärker für die Energieerzeugung genutzt werden – und das ist in Deutschland mit dem Irankrieg noch wahrscheinlicher geworden –, dürfte die Gesellschaft zu den großen Gewinnern zählen. Bereits im letzten Jahr hat Daldrup & Söhne im Sektor zwei Großaufträge gewonnen, die die Geschäftsentwicklung auf Jahre stützen werden. Die Aktie ist daraufhin kräftig angesprungen und hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Zuletzt war sie dann aber technisch überhitzt, worauf eine Konsolidierung gestartet ist. Diese bietet aktuell eine neue Einstiegschance, denn an den aussichtsreichen Perspektiven hat sich nichts geändert: Durch den Abschluss der kommunalen Wärmeplanung in vielen Städten im laufenden Jahr ist es wahrscheinlich, dass weitere Großaufträge folgen werden. Und das umso mehr, als mit der jüngsten Ölpreisentwicklung eine autarke Energieversorgung weiter an Bedeutung gewonnen hat.

Rückenwind verspürt derzeit auch der Infrastrukturdienstleister Bilfinger, der 2026 auf weitere nennenswerte Aufträge aus dem Investitionspaket des Bundes zählen darf. Den zuletzt stark gestiegenen Kurs dürfte das weiter stützen: zum Artikel

Ebenfalls auf gute Rahmenbedingungen im laufenden Jahr hofft Hoenle, die Geschäftsdynamik könnte im Jahresverlauf zunehmen: zum Artikel

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Erstellung am 02.03.26 um 9:26 Uhr.

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