Wacker Chemie: Das ist der Fahrplan!
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Die Aktie von Wacker Chemie kämpft mit der Marke von 100 Euro. Von der Charttechnik und aus der Chemiebranche kommen jedoch unterschiedliche Signale.
Werte in diesem Artikel
Wacker Chemie hat die Marke von 100 Euro bereits zweimal getestet. Für den nachhaltigen Sprung darüber fehlte jedoch die Kraft. Während die Charttechnik weiteres Potenzial signalisiert, mahnt die realwirtschaftliche Lage in der Chemiebranche dagegen eher zur Vorsicht. Die US-Investmentbanken JP Morgan und Goldman Sachs fürchten sogar, dass der Rückenwind durch den Konflikt am Golf den Chemie-Titeln nicht die erhofften Umsätze bescheren könnte.
Mehr Liquidität durch Siltronic-Teilverkauf
Die Vorsicht kommt nicht von ungefähr. Die Quartalsbilanzen der heimischen Chemie-Unternehmen zeigten tatsächlich noch rückläufige Umsätze. Wie es im Jahresverlauf weitergeht, ist offen. Bei Wacker sanken die Umsätze im Q1 zwar ebenfalls, die Ertragsentwicklung zeigte jedoch in die richtige Richtung: Das EBITDA stieg im ersten Quartal um 45 Prozent auf 173 Mio. Euro. Die Liquidität ist üppig: Zu den gut 900 Mio. Euro Cash kommen nun noch liquide Mittel im dreistelligen Millionenbereich aus dem Verkauf von rund 2,1 Mio. Siltronic-Aktien hinzu.
Charttechnik bietet noch Potenzial
Technisch ist die Aktie durchaus interessant, besonders beim Blick auf den Dreijahreschart. Von Juli 2024 bis heute bildete das Papier eine langgezogene Tassenformation aus. In den nächsten Handelstagen dürfte das Papier noch um die Marke von 100 Euro pendeln. Bleiben Hiobsbotschaften vom Gesamtmarkt oder aus dem Unternehmen aus, könnte es nach einem erfolgreichen Ausbruch über die 100-Euro-Marke bis auf rund 116 Euro weitergehen. Das nächste Kursziel wäre dann der Bereich um 140 Euro.
Fazit
Wacker kann Krise. Die Corona-Pandemie wurde genutzt, um unter anderem Kapazitäten für Impfstoffe aufzubauen, wovon das Unternehmen noch in den Folgejahren zehrte. Vom Krieg in Nahost profitierte das Unternehmen durch die gestiegenen Preise für Chemikalien. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Wacker diese Sondersituation zur Überbrückung nutzen kann, bis die Chemiekonjunktur in Deutschland und Europa wieder anzieht. Gelingt dem Papier der nachhaltige Ausbruch über 100 Euro, dürfte der Kursanstieg noch weitergehen.
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Erstellung am 27.5.26 um 9:19 Uhr.
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