ZEW-Index erholt sich im März weiter
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Die Konjunkturerwartungen für Deutschland von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im März stärker erholt als erwartet.
Der von Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen stieg auf 76,6 Punkte von 71,2 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg der Konjunkturerwartungen auf 74,0 vorausgesagt. Der Index der Lagebeurteilung verbesserte sich von minus 67,2 auf minus 61,0 Punkte. Erwartet worden war ein Anstieg auf minus 61,5.
"Der Konjunkturoptimismus steigt weiter, konstatierte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten gehen von einer breit angelegten Erholung der deutschen Wirtschaft aus. Sie rechnen damit, dass bis Herbst mindestens 70 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Impfangebot erhalten werden." Eine große Mehrheit erwarte allerdings auch eine weiter zunehmende Inflationsrate sowie höhere langfristige Zinsen.
Im Februar hatten die ZEW-Konjunkturerwartungen wider Erwarten deutlich um 9,4 Punkte zugelegt. Der Index der Lagebeurteilung hatte allerdings auf minus 67,2 Punkte von minus 66,4 Zählern im Vormonat nachgegeben.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im März ebenfalls. Der entsprechende Indikator stieg um 4,4 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 74,0. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum legte um 4,8 auf minus 69,8 Zähler zu.
MANNHEIM/BERLIN (Dow Jones)
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