Aktien von Rheinmetall und VW im Minus: Mögliche Zusammenarbeit in Osnabrück

Der Rüstungskonzern Rheinmetall lotet mögliche Kooperationen mit dem VW-Konzern aus.
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Eine Delegation des Rüstungskonzerns habe dazu heute das VW-Werk in Osnabrück besucht, bestätigte eine VW-Sprecherin auf Anfrage. "Dabei wurden mögliche Potenziale einer weiteren Zusammenarbeit des Joint Ventures Rheinmetall MAN Military Vehicles ergebnisoffen diskutiert", sagte sie. "Konkrete Ableitungen für den Standort ergeben sich daraus nicht." Zuvor hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" darüber berichtet.
An dem Treffen nahm der Zeitung zufolge auch Rheinmetall-Chef Armin Papperger teil. Von VW-Seite kamen der Chef der Lkw-Tochter MAN, Alexander Vlaskamp, und Konzernvorstand Gunnar Kilian, der auch für das Lkw-Geschäft des Konzerns verantwortlich ist, wie die Konzernsprecherin bestätigte. Rheinmetall wollte sich auf Anfrage nicht äußern.
Rheinmetall war zuletzt immer wieder als möglicher Interessent für das VW-Werk in Osnabrück genannt worden. Dessen Vorstandschef Papperger hatte sich zuletzt aber zurückhaltend geäußert. Die vorhandenen Anlagen wären für eine Rüstungsfirma nur bedingt zu gebrauchen, und der Umbau wäre teuer, sagte er. Aber: "Bevor ich in Deutschland ein neues Werk für Panzer baue, gucken wir uns das natürlich an."
Die IG Metall bewertete das mögliche Interesse von Rheinmetall als Beleg für die Zukunftsfähigkeit des Standorts, warnte aber vor einer voreiligen Aufgabe des Werks. "Das VW-Management muss sorgfältig abwägen, ob es auf dieses eingespielte und hochqualifizierte Team verzichten will", sagte der Osnabrücker Gewerkschaftschef Stephan Soldanski laut Mitteilung. "Es wäre kurzsichtig, sich einseitig auf die Rüstungsindustrie zu konzentrieren." Die IG Metall sehe zahlreiche Möglichkeiten, in Osnabrück unter dem Dach von Volkswagen neue Auftragsfertigungen für verschiedene Branchen aufzubauen.
VW offen für Engagement in Militärprojekten
VW-Konzerchef Oliver Blume hatte sich bei der Bilanzvorlage Mitte März offen gezeigt für ein verstärktes Engagement in Militärprojekten, etwa bei Militärlastern, wie sie MAN und Rheinmetall bereits gemeinsam anbieten. Konkrete Gespräche gebe es dazu bisher aber nicht, fügte er damals hinzu. MAN und Rheinmetall arbeiten bereits seit 2010 im Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall MAN Military Vehicles zusammen und bauen Militärlaster auf MAN-Basis. Rheinmetall ist daneben auch als ziviler Autozulieferer tätig.
Das VW-Werk Osnabrück hat 2.300 Mitarbeiter. Neben dem T-Roc Cabrio werden derzeit vor allem Fahrzeuge für die Konzernschwester Porsche gefertigt: Boxster und Cayman. Die Produktion der beiden Porsche-Modelle soll 2026 auslaufen, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW-Cabrios.
Medienberichten zufolge hatte VW im vergangenen Jahr bereits eine Schließung des Standorts durchgerechnet, war davon nach der Tarifeinigung mit der IG Metall aber wieder abgerückt. Der einstige Karmann-Standort Osnabrück war 2009 nach der Insolvenz des bisherigen Cabrio-Auftragsfertigers zu Volkswagen gekommen.
Im XETRA-Handel zeigte sich die Rheinmetall-Aktie letztlich 2,96 Prozent tiefer bei 1.310,00 Euro, während die VW-Aktie 2,36 Prozent auf 96,96 Euro abgab.
/fjo/DP/stk
WOLFSBURG (dpa-AFX)
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