Paul Hartmann: Solidität in Krisenzeiten
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Das Geschäft von Paul Hartmann gilt als solide, aber unspektakulär. Für 2026 hält das Unternehmen nun einen Joker auf der Hand.
Werte in diesem Artikel
Die Geschäftszahlen 2025 von Hartmann waren doch eher durchwachsen. Der Hersteller von Medizin- und Pflegeprodukten verbesserte den Umsatz um knapp 2 Prozent auf rund 2,45 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA kletterte hingegen überproportional um rund 6 Prozent auf 277 Mio. Euro.
Puffer beim Ausblick
Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem moderat wachsenden Umsatz. Das bereinigte EBITDA soll dann zwischen 270 und 310 Mio. Euro liegen. Das wäre am oberen Ende ein stattliches Plus von fast 12 Prozent. Am unteren Ende aber sogar ein Rückgang. Möglicherweise ist die Vorsicht den aktuellen Unsicherheiten durch Krieg und Zölle geschuldet. Immerhin war es laut Unternehmensangaben schon im Jahr 2025 die US-Zollpolitik, die das Ergebnis belastete.
Vorgezogene Kosten
Neben einer gestiegenen Steuerbelastung und höheren Kosten für Material und Energie waren es überdies Aufwendungen für die Einführung neuer Produkte, die auf das Ergebnis drückten. Wie das Unternehmen mitteilte, beinhaltet dieser Posten aber bereits vorgezogene Kosten für neue Produkte. Diese fallen dann 2026 nicht mehr an und könnten somit dem Ergebnis einen Schub geben. In diesem Fall wäre dann das obere Ende der Ergebnisrange nicht ganz unwahrscheinlich.
Fazit
In Krisenzeiten sollten Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen wieder an Bedeutung gewinnen. Bei Hartmann ist dies trotz günstiger Bewertung noch nicht der Fall. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass das Nettoergebnis 2025 um über 40 Prozent zurückgegangen war. Nun blickt die Börse aber in die Zukunft und bei Hartmann dürfte es für 2026 nicht schlecht aussehen. Technisch bewegt sich das Papier aber nah an der Unterstützung bei 210 Euro. Inwieweit diese stabil ist, werden vielleicht schon die kommenden Tage zeigen.
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Erstellung am 24.03.26 um 17:10 Uhr.
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