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01.04.26 10:34 Uhr

Erfolgreiche Bilanz 2025: VNG mit stabilem Ergebnis in bewegten Zeiten

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Leipzig (ots) - Robuste Ertragslage in volatilem Umfeld - Bereinigtes EBITDA von

422 Mio. Euro über Erwartungen - Versorgungssicherheit bleibt Kernaufgabe -

Investitionen in Biogas, Wasserstoff und Infrastruktur mit Augenmaß -

Verlässliche politische Rahmenbedingungen entscheidend für Hochlauf grüner Gase

"VNG blickt erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, welches wir in

Summe mit einem sehr positiven Ergebnis abschließen. Trotz eines anspruchsvollen

Marktumfelds und großer geopolitischer Unsicherheiten hat VNG ihren

wirtschaftlich stabilen Kurs fortgesetzt. Unser Fokus liegt weiterhin auf der

gaswirtschaftlichen Wertschöpfungskette und dem Betrieb kritischer

Infrastruktur. Über alle Geschäftsbereiche sichern wir Versorgungssicherheit mit

Gas", resümiert Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, anlässlich der

diesjährigen Bilanzpressekonferenz.

VNG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem bereinigten EBITDA von 422 Mio. Euro

abgeschlossen (2024: 430 Mio. Euro). Damit liegt das operative Ergebnis fast auf

Vorjahresniveau, aber deutlich über den Erwartungen. Das auf die Anteilseigner

der VNG AG entfallende Konzernergebnis beläuft sich auf 200 Mio. Euro (2024: 232

Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg von 33 % auf 41 % und festigt die sehr

solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des VNG-Konzerns. "Unsere finanzielle

Stärke gibt uns die nötige Stabilität, um das Bestandsgeschäft gezielt

weiterzuentwickeln, in die Infrastruktur erneuerbarer und dekarbonisierter Gase

wie Biogas und Wasserstoff zu investieren und damit zugleich regionale

Wertschöpfung zu schaffen. 2025 haben wir konzernweit Investitionen von 244 Mio.

Euro getätigt - überwiegend in Ostdeutschland und weitgehend aus eigener Kraft",

betont Bodo Rodestock, VNG-Vorstandsmitglied für Finanzen und Personal. Im

Geschäftsjahr 2025 erzielte VNG einen abgerechneten Umsatz von rund 18 Mrd. Euro

(2024: rund 16 Mrd. Euro). Der VNG-Konzern beschäftigte zum 31.12.2025 insgesamt

2.049 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sichere Gasversorgung bleibt zentrale Aufgabe

Die Versorgungssicherheit stand auch 2025 im Mittelpunkt des unternehmerischen

Handelns von VNG. Ein breit diversifiziertes Beschaffungsportfolio aus

verlässlichen pipelinegebundenen Liefermengen sowie LNG-Importen,

leistungsfähige Speicher und ein belastbares Fernleitungsnetz bildeten das

Fundament für eine sichere Gasversorgung. "Versorgungssicherheit ist keine

Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis vorausschauender Entscheidungen und

zuverlässiger Infrastruktur. Unsere Netze und Speicher stellten auch in Phasen

hoher Nachfrage ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis", so Heitmüller.

Alle Geschäftsbereiche leisten positiven Ergebnisbeitrag

Im Geschäftsjahr 2025 profitierte die ONTRAS Gastransport GmbH (ONTRAS) - u. a.

aus Mehrvermarktungen - von höheren Transporterlösen. Parallel dazu treibt

ONTRAS den Umbau ihrer bestehenden Gasinfrastruktur voran. Mit dem ONTRAS

H2-Startnetz als Teil des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes verantwortet

ONTRAS künftig rund 600 Kilometer Wasserstoffleitungen. Bei rund 80 % der

Leitungen werden bestehende Erdgasleitungen umgestellt und 20 % entstehen durch

Neubau. Zum Gesamtergebnis leistete der Transportbereich einen Beitrag in

unterer dreistelliger Millionenhöhe.

Im Geschäftsbereich Handel & Vertrieb lieferten das Großkunden- und

Handelsgeschäft einen wichtigen Beitrag. Die VNG Handel & Vertrieb (VNG H&V)

versorgt über 400 Kunden, vor allem Stadtwerke, Weiterverteiler, Industriekunden

und Kraftwerke. Neben dem Inland werden auch Erdgaslieferungen in Polen,

Tschechien, Österreich sowie für eine Vielzahl europäischer Handelspunkte

erbracht. Die VNG H&V und ihre Tochtergesellschaften bieten zudem Strom,

Zertifikate und Biomethanmengen an. Das diversifizierte Beschaffungsportfolio -

u. a. mit Pipeline-Lieferungen aus Norwegen und Algerien sowie LNG-Bezug über

FSRU-Terminals - erwies sich auch 2025 als stabil. Der Gasabsatz lag im

Geschäftsjahr 2025 bei rund 411 Mrd. kWh (2024: rund 352 Mrd. kWh). Das

Endkundengeschäft der goldgas GmbH leistete einen planmäßigen Ergebnisbeitrag.

Das Biomethanhandelsgeschäft wurde mit der bmp greengas GmbH weiter gestärkt und

in die Gesamtstrategie integriert. In Summe erwirtschaftete der Geschäftsbereich

Handel & Vertrieb ein Ergebnis im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Im Geschäftsbereich Speicher trübte sich das Marktumfeld ein, wobei sich u. a.

geringere Sommer-Winter-Spreads als herausfordernd für die Vermarktung erwiesen.

Zu Jahresbeginn 2025, während sehr hoher Ausspeicherungen infolge kalter

Witterung, zeigte sich erneut die Bedeutung leistungsfähiger Speicher als

Stabilitätsanker des Energiesystems. "Unsere Untergrundgasspeicher sichern die

Versorgung in Zeiten besonders hoher Nachfrage und stellen kurzfristig Gas

bereit, wenn es gebraucht wird", so Heitmüller. Mit einer Gesamtkapazität von

rund 31 TWh an vier Standorten leistet die VNG Gasspeicher GmbH weiterhin einen

zentralen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Aus dem operativen Geschäft

erzielte der Speicherbereich ein bereinigtes EBITDA in oberer mittlerer

zweistelliger Millionenhöhe.

Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie konnte die BALANCE Erneuerbare Energien GmbH

(BALANCE) durch die Partnerschaft mit dem Infrastrukturinvestor CVC DIF

nachhaltig gestärkt werden und ihre Marktposition als ein führender

Biogasanlagenbetreiber Deutschlands ausbauen. Derzeit betreibt BALANCE

Biogasanlagen an 40 Standorten in Nord- und Ostdeutschland. Mit einer

installierten Feuerungswärmeleistung von nunmehr rund 241 MWFWL (2024: rund 197

MWFWL) können rechnerisch mehr als 227.000 Haushalte mit klimafreundlicher

Energie versorgt werden. "Biogas bleibt für VNG ein systemrelevanter und vor

allem flexibler und regional produzierter Energieträger, der

Versorgungssicherheit, Wertschöpfung und Klimaschutz miteinander verbindet",

berichtet Hans-Joachim Polk, VNG-Vorstandsmitglied für Infrastruktur und

Technik. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds - geprägt von vereinzelt

rückläufiger Biomethannachfrage - steuerte dieser Geschäftsbereich ein Ergebnis

in unterer zweistelliger Millionenhöhe bei.

Der Geschäftsbereich digitale Infrastruktur entwickelte sich positiv. VNG

investiert gezielt in den Glasfaserausbau und das vorwiegend regional geprägte

Infrastrukturservicegeschäft. Dieser Geschäftsbereich leistete einen Beitrag im

niedrigen zweistelligen Millionenbereich zum Gesamtergebnis und zahlt auf die

Diversifizierung des Geschäftsportfolios des VNG-Konzerns ein.

Transformation mit Augenmaß: Biogas, Wasserstoff und Infrastruktur

VNG treibt ihre Transformation hin zu erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen

konsequent, aber mit Augenmaß und dem Blick auf Wirtschaftlichkeit voran. Biogas

bleibt dabei ein zentraler Baustein. Im Zuge dessen wurde das Anlagenportfolio

vergrößert und weiterentwickelt, die regionale Wertschöpfung zusätzlich gestärkt

und die Produktpalette im Bereich Biomethan diversifiziert.

VNG trägt im Bereich der Transformation auch zum schrittweisen Aufbau einer

Wasserstoffwirtschaft bei. Mit dem Energiepark Bad Lauchstädt entsteht in

Kooperation mit sechs Konsortialpartnern erstmals die gesamte

Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab. Im Jahr

2025 wurden hier weitere Meilensteine erreicht: ONTRAS nahm eine 25 Kilometer

lange Transportleitung in Betrieb, die zugleich das erste Teilstück des

Wasserstoff-Kernnetzes in Ostdeutschland ist. Ebenfalls begannen die Montage der

Stacks des 30 MW-Elektrolyseurs und die stufenweise Inbetriebnahme der

Gesamtanlage. Noch 2026 soll der erste grüne Wasserstoff in Richtung Leuna

fließen. Künftig sollen jährlich ca. 2.700 Tonnen des erneuerbaren

Energieträgers auf Basis regionaler Windenergie ins Netz eingespeist, zum

Ankerkunden TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland transportiert und

industriell genutzt werden. "Wir sind Early Mover im Wasserstoffmarkt - mit

allen Chancen und Risiken. Der Hochlauf verläuft derzeit allerdings deutlich

langsamer als politisch geplant. Deshalb prüfen wir Investitionen zur Umsetzung

unserer Strategie 'VNG 2030+' stets sorgfältig auf regulatorische

Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit", betont Heitmüller.

Perspektivisch wird Deutschland den hohen Wasserstoffbedarf jedoch nicht nur

durch heimische Produktion aus Elektrolyse decken können. Daher entwickelt VNG

mit internationalen Partnern Wasserstoffprojekte, die über das entstehende

Leitungsnetz Kunden mit Wasserstoff versorgen können und bei der Reduktion von

CO2-Emissionen unterstützen. So prüft VNG mit Partnern internationale

Wertschöpfungsketten, u. a. die Möglichkeit Ammoniak in Rostock anzulanden und

dort anschließend in Wasserstoff umzuwandeln. Parallel wird in einem weiteren

Projekt die Dekarbonisierung von norwegischem Erdgas bewertet. "Die Hansestadt

Rostock bietet optimale Bedingungen, einen wichtigen Beitrag für den

Wasserstoffhochlauf zu leisten: Mit dem Hafen, der vorhandenen Infrastruktur und

nicht zuletzt dem geplanten Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz", erläutert

Polk.

Ergänzend dazu prüft VNG mögliche Optionen im Bereich Carbon Management.

"Gemeinsam mit Marktpartnern ermitteln wir derzeit die Umsetzbarkeit und

Marktfähigkeit der technologischen Ansätze zur Reduktion von unvermeidbaren

CO2-Emissionen. Wir brauchen aber auch hier stabile, kapitalmarktfähige

Rahmenbedingungen für CCS und CCU, um Investition anzuschieben und Risiken

abzusichern. Dies umfasst die CO2-Transportinfrastruktur, wettbewerbsfähige

Transportentgelte, auch speziell für ostdeutsche energieintensive Emittenten,

sowie CO2-Speicherprojekte", so Polk weiter.

Ausblick: Stabilität sichern, klare Wachstumsstrategie und Transformation

fortsetzen

Mit Blick auf 2026 resümiert Heitmüller: "Wir wollen weiter wachsen - im

Bestandsgeschäft und in unseren Zukunftsfeldern. Um dafür notwendige

Investitionen in bestehende Infrastruktur, den schrittweisen Ausbau von

Wasserstoff, Biogas und perspektivisch CCS, auslösen zu können, brauchen wir

jedoch jetzt verlässliche und praxistaugliche politische Rahmenbedingungen. VNG

wird diesen Weg weiter aktiv gestalten - mit einer klaren Phasenlogik, die

Risiken begrenzt, Wirtschaftlichkeit fokussiert und Handlungsfähigkeit sichert."

Um Ostdeutschlands industrielle Zukunft, Wettbewerbsfähigkeit sowie regionale

Wertschöpfung langfristig zu ermöglichen, mahnt Heitmüller abschließend: "Biogas

und Biomethan benötigen als systemrelevante, regionale Säulen der

Versorgungssicherheit u. a. einen sicheren Gasnetzzugang und entbürokratisierte

Zertifizierungsregeln." Forderungen zum Gelingen des Wasserstoffhochlaufs

formuliert Heitmüller wie folgt: "Ferner braucht es eine Überarbeitung der

Strombezugskriterien, eine Netzentgeltreform, die Elektrolyseure nicht über

Gebühr belastet und ihre Wirtschaftlichkeit wahrt, sowie verlässliche

Nachfrageanreize auf Kundenseite wie ausfinanzierte Klimaschutzverträge und eine

stabile THG-Quote. Nur mit politischem Realismus lassen sich Transformation,

Stabilität und Versorgungssicherheit in Ostdeutschland verbinden und dauerhaft

resilient aufstellen."

Über VNG

VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften

und mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Konzern mit Hauptsitz

in Leipzig steht als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von

kritischer Gasinfrastruktur für eine sichere Versorgung mit Gas in Deutschland.

Mit der Strategie "VNG 2030+" verfolgt VNG darüber hinaus einen ambitionierten

Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas

und Wasserstoff und bereitet damit den Weg in ein nachhaltiges,

versorgungssicheres und perspektivisch klimaneutrales Energiesystem der Zukunft.

Die Investitionen von VNG in Infrastruktur und Grüngasprojekte erfolgen dabei

vorrangig in Mittel- und Ostdeutschland, verbunden mit dem Ziel, als regional

verankertes Unternehmen einen wesentlichen Beitrag für den Strukturwandel zu

leisten. Mehr unter: http://www.vng.de

Pressekontakt:

Christian Roos

VNG AG

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