OTS: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V. / Deutlicher Zuwachs an ...

24.03.26 08:32 Uhr

Deutlicher Zuwachs an Immobiliendarlehen

Berlin (ots) - Finanzierungsvolumen der vdp-Mitgliedsinstitute steigt 2025 um

15,7 %

Mit 148,6 Mrd. Euro vergaben die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)

zusammengeschlossenen Institute im Jahr 2025 ein deutlich höheres Volumen an

Immobiliendarlehen als im Vorjahr. Der Anstieg belief sich auf

15,7 % (2024: 128,4 Mrd. Euro). Mit Quartalswerten zwischen 36,3 und 38,2 Mrd.

Euro verteilte sich das Neugeschäft gleichmäßig über das gesamte Jahr, wobei der

Höchstwert im Schlussquartal erreicht wurde.

Wie in den Vorjahren dominierten die Wohnimmobiliendarlehen auch 2025 das

Immobilienfinanzierungsgeschäft: Die Finanzierungen für Wohnobjekte erreichten

ein Volumen von 92,6 Mrd. Euro - ein Plus in Höhe von 17,5 % im Vergleich zum

Vorjahreswert (2024: 78,8 Mrd. Euro).

Das Volumen neuer Darlehen für Gewerbeimmobilien summierte sich über alle vier

Quartale auf 56,0 Mrd. Euro - ein Plus von 12,9 % gegenüber 2024. Ausgehend von

einem niedrigen Niveau erholte sich das Neugeschäft im Berichtsjahr leicht,

blieb aber angesichts der strukturellen Veränderungen auf dem

Gewerbeimmobilienmarkt und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds deutlich unter dem

langjährigen Durchschnitt.

"Das Immobilienkreditgeschäft der Pfandbriefbanken ist 2025 über nahezu alle

Objektarten hinweg angestiegen." Jens Tolckmitt

"Die Pfandbriefbanken blicken in Anbetracht der wirtschaftlichen und

geopolitischen Umstände auf ein zufriedenstellendes Immobilienkreditgeschäft im

Jahr 2025", stellte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fest. Das

Neugeschäftsvolumen sei über nahezu alle Objektklassen hinweg angestiegen. Dabei

hat die Kreditnachfrage im Wohnimmobilienbereich nicht nur für den

Bestandserwerb, sondern - ähnlich zu den moderat steigenden

Baugenehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt kürzlich vorgestellt hat -

auch für den Wohnungsneubau zugenommen, so Tolckmitt.

Wohnimmobilienfinanzierung: Ein- und Zweifamilienhäuser an der Spitze

Das Neugeschäft bei Wohnobjekten wurde im Jahr 2025 erneut von Darlehen für Ein-

und Zweifamilienhäuser dominiert - auf sie entfielen mit 44,2 Mrd. Euro knapp 48

% des Gesamtvolumens im Segment Wohnen (92,6 Mrd. Euro). Dahinter folgten - mit

Volumina von 22,8 bzw. 20,7 Mrd. Euro - Darlehen für Mehrfamilienhäuser bzw. für

Eigentumswohnungen. Mit 27,4 % war bei Darlehen für Mehrfamilienhäuser der

höchste Zuwachs im Berichtsjahr zu verzeichnen. Ein- und Zweifamilienhäuser

sowie Eigentumswohnungen erreichten Steigerungsraten von 16,3 % bzw. 15,6 %.

Gewerbeimmobilienfinanzierung: Mehr als die Hälfte entfällt auf Büros

Mit einem Volumen von 28,8 Mrd. Euro machten Darlehen für Büros 2025 mehr als

die Hälfte des gesamten Neugeschäfts bei Gewerbeimmobilien aus (56,0 Mrd. Euro).

Das Neugeschäft bei Einzelhandelsobjekten und Hotels lag mit Volumina von 13,5

bzw. 4,5 Mrd. Euro wie in den Vorjahren deutlich dahinter. Die Darlehensvergabe

für Industriegebäude belief sich im Berichtsjahr auf 1,2 Mrd. Euro, für sonstige

gewerblich genutzte Objekte auf 8,0 Mrd. Euro.

Bestand an Immobilienfinanzierungen bewegt sich seitwärts

Zum 31. Dezember 2025 erreichten die von den vdp-Mitgliedsinstituten

ausgereichten Immobiliendarlehen eine Summe von 1.040,3 Mrd. Euro. Damit hielt

sich der Immobilienfinanzierungsbestand insgesamt zwar ungefähr auf dem

Vorjahresniveau (31.12.2024: 1.042,1 Mrd. Euro), allerdings verlief die

Entwicklung bei den Segmenten unterschiedlich: Einem Anstieg um 1,3 % beim

Wohnimmobiliendarlehensbestand stand ein Rückgang um 3,8 % bei

Gewerbeimmobiliendarlehen gegenüber. Mit einem Anteil von 85,3 % entfiel der

weit überwiegende Anteil des Finanzierungsvolumens unverändert auf Objekte in

Deutschland.

Die vollständigen Daten zum Immobilienfinanzierungsgeschäft der

vdp-Mitgliedsinstitute sowie Tabellen und Grafiken zur freien Verwendung sind

auf der vdp-Website erhältlich - unter folgendem LINK.

(https://www.pfandbrief.de/deutlicher-zuwachs-an-immobiliendarlehen/)

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Carsten Dickhut

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