OTS: FidAR Frauen in die Aufsichtsräte e. V. / FidAR-Forum 2026: / Karin ...

25.03.26 07:58 Uhr

FidAR-Forum 2026: / Karin Prien: "Frauen brauchen gleichen Zugang zu

Führungs- und Machtpositionen" (FOTO)

Berlin (ots) - Trotz bestehender gesetzlicher Vorgaben stagniert die

Gleichstellung in den Führungsetagen deutscher Unternehmen. Beim FidAR-Forum

2026 unter dem Motto "Gleichstellung gestalten - international lernen"

diskutierten rund 350 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus

Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über den Stand der Parität, erfolgreiche

internationale Modelle und notwendige Maßnahmen für Deutschland.

"Dass Frauen wie Männer gleichen Zugang zu Führungs- und Machtpositionen haben,

bleibt eine Grundfrage unserer Demokratie", betonte Karin Prien,

Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. "Die

Perspektiven von Frauen und Männern machen Unternehmen, Politik und Gesellschaft

nachweislich erfolgreicher und innovativer. Die vergangenen Jahre zeigen:

Fortschritt ist möglich, etwa durch verbindliche Regeln wie die Quote, die den

Frauenanteil in Führungspositionen deutlich erhöht hat. Dieser Fortschritt

gelingt allerdings noch viel zu langsam. Und gleichzeitig geraten international

Errungenschaften der Gleichstellung stark unter Druck. Deshalb brauchen wir

weiterhin klare Vorgaben und zugleich einen echten Kulturwandel. Gleichstellung

von Männern und Frauen ist kein Randthema, sondern zentral für unsere Demokratie

und unsere Gesellschaft - und für unsere Wettbewerbsfähigkeit."

Dr. Stefanie Hubig, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz,

bekräftigte: "Gleichstellung kommt nicht von allein. Deshalb müssen wir gerade

jetzt konsequent dranbleiben und weiter dafür sorgen, dass Frauen

selbstverständlich in Führungspositionen vertreten sind. Als überparteiliche

Instanz schafft FidAR hier wichtige Aufmerksamkeit für das Thema."

Prof. Dr. Anja Seng, Präsidentin von FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e. V.,

unterstrich die Bedeutung des internationalen Austauschs: "Deutschland hat

Fortschritte erzielt, doch echte Parität ist noch immer Zukunftsmusik. Der Blick

ins Ausland zeigt uns, welche politischen Instrumente wirksam sind. So haben in

Frankreich gesetzliche Quoten und Transparenzpflicht zu einem breiten Erfolg

geführt; in Australien entsteht der Druck über die Börse. Und die Öffentlichkeit

unterstützt jeweils das Ziel der Parität."

Internationale Gäste wie Aurore Bergé, Französische Staatsministerin für die

Gleichstellung von Frauen und Männern und Irene Natividad, Präsidentin des

Global Summit of Women, zeigten anhand von Best Practices, dass Quoten und

verbindliche Vorgaben wirken - wenn sie konsequent umgesetzt werden.

Die Veranstaltung machte deutlich: In Deutschland beobachten wir aktuell

Stagnation beim Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten. Die bestehende

Regelung, die derzeit nur für rund 100 Unternehmen verbindlich ist, greift zu

kurz. FidAR fordert die Ausweitung auf mehr Unternehmen und bis dahin eine noch

konsequentere Umsetzung der bestehenden Führungspositionengesetze. "Die

Schonfrist ist vorbei", so Seng. "Wer jetzt nicht handelt, verliert wertvolle

Zeit für wirtschaftliche Innovationskraft und gesellschaftliche Gerechtigkeit."

Über FidAR e. V. FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e. V. ist eine

überparteiliche und überregionale Initiative, die 2006 gegründet wurde. FidAR

setzt sich seit 20 Jahren für eine nachhaltige Erhöhung des Frauenanteils in den

Aufsichtsräten deutscher Unternehmen und die Verbesserung der

Unternehmenskontrolle und -kultur ein. Ziel der Initiative, getragen von ca.

1.500 Frauen und Männern, ist die paritätische Besetzung aller

Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft. Mehr Informationen:

http://www.fidar.de. Das FidAR-Forum wird vom Bundesministerium für Bildung,

Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Pressekontakt:

Clara Gruitrooy

Geschäftsführerin FidAR e. V.

Tel: 030 887 14 47 16

E-Mail: mailto:clara.gruitrooy@fidar.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/110947/6242767

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