MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

31.03.26 07:30 Uhr

Leichter - Die widersprüchliche Meldungslage zum Krieg im Nahen Osten machte Erholungsansätze rasch zunichte. US-Präsident Trump äußerte sich zwar zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung mit dem Iran. Zugleich schloss er allerdings eine Bodenoffensive nicht aus. Ein Auftritt von US-Notenbankpräsident Jerome Powell bewegte die Märkte kaum. Demnach tendiert die Fed aktuell dazu, die Zinsen stabil zu halten und den Energieschock durch den Krieg im Iran vorerst zu ignorieren. Powell warnte jedoch, dass die Fed nicht untätig bleiben könne, falls steigende Preise im Laufe der Zeit die Inflationserwartungen der Öffentlichkeit verändern sollten. Die Aussicht auf einen längeren Ausfall von Düngemittel-Lieferungen aus Nahost stützte die Aktien von CF Industries (+0,8%) und Nutrien (+1,2%). Eli Lilly gewannen 1 Prozent. Der Pharmakonzern hat ein Abkommen zur Wirkstoffforschung mit InSilico unterzeichnet, einem KI-getriebenen US-Biotechnologieunternehmen. Alcoa stiegen um 8,2 Prozent, nachdem zwei Aluminiumhersteller im Nahen Osten von iranischen Treffern berichtet hatten. Dies schürte die Befürchtung, dass die Versorgung durch den andauernden Konflikt gestört werden könnte - die Preise stiegen. Sysco brachen um 15,3 Prozent ein. Der Großhändler für Lebensmittel und Gastronomiebedarf übernimmt für 29 Milliarden Dollar den bislang in Familienbesitz befindlichen Wettbewerber Jetro Restaurant Depot.

USA - ANLEIHEN

Staatsanleihen verzeichneten regen Zulauf. Im Gegenzug fielen die Renditen, im Zehnjahresbereich um 9 Basispunkte auf 4,35 Prozent. Die Sorge, dass die steigenden Ölpreise die Wirtschaft schwächen könnte, drängte die Befürchtung von Zinserhöhungen in den Hintergrund.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr

EUR/USD 1,1467 +0,0 0,0002 1,1465 1,1451

EUR/JPY 182,97 -0,0 -0,0800 183,0500 182,7600

EUR/CHF 0,9157 -0,1 -0,0006 0,9163 0,9163

EUR/GBP 0,8687 -0,1 -0,0005 0,8692 0,8684

USD/JPY 159,52 -0,1 -0,2000 159,7200 159,5800

GBP/USD 1,3197 +0,1 0,0012 1,3185 1,3183

USD/CNY 6,9093 -0,0 -0,0026 6,9119 6,9134

USD/CNH 6,9145 -0,0 -0,0005 6,9150 6,9186

AUS/USD 0,6849 -0,0 -0,0002 0,6851 0,6848

Bitcoin/USD 67.516,35 +1,4 923,03 66.593,32 67.387,43

Der Dollar war angesichts der Entwicklungen im Nahost-Krieg als Fluchtwährung gesucht. Der Dollarindex stieg um 0,4 Prozent.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.560,76 +1,1 50,52 4.510,24

Silber 71,94 +2,8 1,96 69,98

Platin 1.910,04 +0,6 10,54 1.899,50

Gold profitierte anfangs von den deutlich sinkenden Anleiherenditen, gab aber seine Gewinne im Verlauf weitgehend wieder ab. Belastend wirkte der festere Dollar, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum verteuerte. Die Feinunze zeigte sich zuletzt kaum verändert bei 4.495 Dollar.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 103,08 +0,2 0,20 102,88

Brent/ICE 113,46 +0,6 0,68 112,78

Die Ölpreise zogen mit den wiedersprüchlichen Nachrichten zum Iran-Krieg wieder an. Dabei legte die US-Sorte WTI sogar deutlicher zu als die Nordseesorte Brent. In den Wochen seit Beginn des Krieges war es umgekehrt gewesen. Das Barrel WTI verteuerte sich um 3,25 Prozent auf 102,88 Dollar. Der Kontrakt für Brent zur Lieferung im Mai tendierte an seinem vorletzten Handelsgut gut behauptet. Gleichwohl bewegte sich der Brentpreis mit gut 113 Dollar je Barrel nicht weit entfernt von seinem Höchststand seit dem Ausbruch des Iran-Krieges von knapp 120 Dollar. Der ab Mittwoch marktführende Juni-Kontrakt legte bei lebhafteren Umsätzen um 2,6 Prozent zu auf 108,01 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

IRAN-KRIEG

US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, dass US-Präsident Trump eine diplomatische Lösung anstrebe, aber darauf bestehe, dass der Iran seine Atom- und Raketenprogramme aufgibt. In einem Interview mit Al Jazeera sagte Rubio, dass die indirekte Kommunikation zwischen beiden Seiten über Vermittler fortgesetzt werde, obwohl Teheran jegliche Gespräche bestritten habe. "[Trump] bevorzugt immer die Diplomatie, bevorzugt immer ein Ergebnis... und wir hätten dies schon früher tun können", sagte Rubio. Zwar hat Trump einen langwierigen Krieg öffentlich ausgeschlossen, doch deutete Rubio an, dass die US-Regierung weiterhin offen für einen politischen Wandel in Teheran sei. Die USA würden eine Führung begrüßen, die eine "andere Sicht auf die Zukunft" habe.

KONJUNKTUR CHINA

Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im März verbessert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 50,4 (Februar: 49,0), wie aus Daten der nationalen Statistikbehörde und der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) hervorgeht. Damit beendete er zwei aufeinanderfolgende Monate der Kontraktion. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Stand von 50,3 Punkten prognostiziert. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung. Auch in der Dienstleistungsbranche hat sich die Lage im März aufgehellt, wie der ebenfalls veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor zeigte. Er stieg auf 50,1 (Vormonat: 49,5) Punkte.

US-NOTENBANK

Die Fed tendiert nach Ansicht ihres Chairman Jerome Powell dazu, die Zinsen stabil zu halten und den Energieschock durch den Krieg im Iran vorerst zu ignorieren. Powell warnte jedoch, dass die Federal Reserve nicht untätig bleiben könne, falls steigende Preise im Laufe der Zeit die Inflationserwartungen der Öffentlichkeit verändern sollten.

Der Iran-Krieg wird nach Meinung eines ranghohen Vertreters der US-Notenbank in den kommenden Monaten wahrscheinlich die Inflation weiter anheizen. John Williams, Präsident der New Yorker Fed, deutete jedoch an, dass das aktuelle Leitzinsniveau der Federal Reserve Spielraum verschafft, zunächst abzuwarten, ob dieser Druck andauert.

AIRBUS

Die kanadische Regierung hat Aufträge im Wert von 1,5 Milliarden Kanadischen Dollar (ca. 0,94 Milliarden Euro) vergeben, um Kanadas neue Flotte aus CC-330 Husky-Tankflugzeugen einsatzbereit zu halten. Die Defence Investment Agency, eine Sonderbehörde zur Modernisierung und Beschleunigung der Rüstungsbeschaffung, hat zwei Verträge an L3Harris MAS und einen an Airbus vergeben. Die CC-330 Husky basiert auf dem Mehrzweck-Tanker-Transporter A330 MRTT von Airbus.

STADA

Stada bringt zwei Biosimilars zur Behandlung der Blutkrankheit Neutropenie von Curatec Biologics in Europa auf den Markt. Stada erhält die Rechte zur Vermarktung und zum Vertrieb in wichtigen Märkten innerhalb der Europäischen Union (EU), darunter Frankreich und Deutschland. Curatec ist für die Entwicklung und Zulassung sowie für die Herstellung und Lieferung aus dem Werk in Hyderabad, Indien, verantwortlich.

UNILEVER / MCCORMICK

Unilever ist mehreren Informanten zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen für die Zusammenlegung seines Lebensmittel-Geschäfts mit dem Gewürzhersteller McCormick. Durch diesen Deal würde ein neuer Lebensmittelgigant mit einem Wert von rund 60 Milliarden US-Dollar einschließlich Schulden entstehen, so die mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Ein Deal aus Bargeld und Aktien könnte bereits am Dienstag bekannt gegeben werden, wenn McCormick voraussichtlich seine neuesten Quartalsergebnisse vorlegen wird, sagten die Personen. Sie warnten jedoch davor, dass sich die Pläne noch verzögern könnten. Das Board von Unilever traf sich den Informanten zufolge am Montagnachmittag, um die Details der Transaktion zu prüfen.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

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March 31, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)