MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

03.04.25 12:55 Uhr

Deutlich ausgeweitet zeigen sich am Donnerstag die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Anleihen. Wie andere Risikomärkte spiegeln sie die verschnupfte Reaktion auf die US-Strafzoll-Ankündigungen von Präsident Trump vom Vorabend. Allerdings reagiert der CDS-Markt selektiver als die Aktienbörsen. So fallen die Aktien von Banken wie Deutsche und Commerzbank um bis zu 5 Prozent, ihre 5-Jahres-CDS-Prämien weiten sich aber am Donnerstagvormittag nur moderat aus auf 66 nach 65 Basispunkten und 55 nach 54 Bp. Übergeordnet belastet den Bankensektor die Sorge vor steigender Inflation, ausbleibenden Zinsssenkungen und verringerter Kreditnachfrage durch ein gebremstes Wirtschaftswachstum.

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DHL

rechnet im deutschen Brief- und Paketgeschäft ab 2025 mit einer Stabilisierung des operativen Gewinns EBIT bei 1 Milliarde Euro, aber erst nach 2030 wieder mit steigenden Gewinnen in dem Segment. Dies geht aus einer Investorenpräsentation zum Kapitalmarkttag des Bonner Logistikkonzerns in London hervor, die online verfügbar ist. Die kürzlich ausgegebenen Ziele für 2025 und die mittelfristigen Ziele bestätigte die DHL Group.

DHL

Die neuen US-Importzölle der Trump-Administration werden DHL-CEO Tobias Meyer zufolge voraussichtlich weltweit zu geringeren Handelsvolumina mit den USA und neuen Lieferkettenstrukturen führen. Der Bonner Logistikkonzern sei aber vorbereitet, und die Volumen-Auswirkungen auf DHL selbst seien derzeit unklar. Sie hingen nicht zuletzt von den Entscheidungen der Kunden des Konzerns ab, sagte Meyer auf dem Kapitalmarkttag der DHL Group in London. Der Konzern selbst sei "zum US-Handel deutlich weniger exponiert als zum Rest der Welt".

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DEEPL

Das Kölner Startup Deepl erwägt einem Magazinbericht zufolge einen Börsengang. Der Anbieter von Übersetzungstechnologie könnte nächstes Jahr an die Börse gehen, berichtet das auf Startups spezialisierte Magazin Sifted, das von der Financial Times gestützt wird. Deepl wurde in einer Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet.

JUNGHEINRICH

will mit einer neuen Risikokapitalgesellschaft künftig in Startups investieren. Wie der Gabelstaplerhersteller mitteilte, hat er "Uplift Ventures" gegründet, die die internationalen Venturing-Aktivitäten des Konzerns künftig verantworten wird. Die Schwerpunkte seien KI-basierte Optimierung von Lieferketten und Materialflüssen, Robotics, autonome Logistiksysteme, nachhaltige Energielösungen, digitale Plattformen sowie Lösungen rund um Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit.

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HOLCIM

verstärkt sich über einen Zukauf in Peru und will darüber die Expansion in Lateinamerika beschleunigen. Wie der Schweizer Baustoffkonzern mitteilte, erwirbt er die Compania Minera Luren, einen Hersteller von Wandsystemen, die energieeffiziente Dämmung und Spezialmörtel kombinieren. Das Unternehmen stelle Spezialbaustoffe her, darunter auch Mineralien für industrielle Anwendungen.

SANOFI

hat für seinen Medikamentenkandidaten Rilzabrutinib zur Behandlung von zwei seltenen Erkrankungen des Immunsystems von der US-Gesundheitsbehörde FDA den Orphan-Drug-Status zuerkannt bekommen. Das teilte der französische Pharmakonzern jetzt mit. Mit dem Status sind etliche Vergünstigungen im Zulassungsverfahren verbunden.

THALES

plant für dieses Jahr die Einstellung von 8.000 Mitarbeitern, die Hälfte davon an seinen Standorten in Frankreich und Großbritannien. Der französische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern erklärte am Donnerstag, ein weltweites Einstellungsprogramm sei notwendig, um das Wachstum des Unternehmens in seinen drei Geschäftsbereichen zu unterstützen.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 03, 2025 06:56 ET (10:56 GMT)