Medios: Die Gelegenheit scheint günstig

31.03.26 13:47 Uhr

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Als Hersteller und Händler von Medikamenten spürt Medios die Störung der Lieferketten durch den Krieg in Nahost. Das gedrückte Kursniveau bietet jedoch auch Chancen.

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Medios hat im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz um über 10 Prozent auf rund 2,1 Mrd. Euro gesteigert. Mit 17,8 Prozent auf 93,1 Mio. Euro legte das um diverse Sonderaufwendungen bereinigte EBITDA pre sogar überproportional zu. Hört sich zunächst recht gut an, hat aber dann doch einen Makel: Im November 2025 war das Unternehmen noch von einem EBITDA pre von 96 Mio. Euro ausgegangen.

Vorsichtiger Ausblick

Der Downer kommt allerdings erst noch: Für 2026 prognostiziert das Management einen Umsatz zwischen 2,0 bis 2,12 Mrd. Euro. Das ist selbst am oberen Ende nur ein Zuwachs von knapp 2 Prozent. Beim Ergebnisausblick für das EBITDA pre liegt die Zielspanne bei 94 bis 102 Mio. Euro – ein Plus von 1 bis 10 Prozent. Das ist recht verhalten und könnte der Neubesetzung des Vorstands geschuldet sein, der verständlicherweise nicht mit Zielrevisionen in sein erstes Jahr starten will. Zur Erinnerung: Seit 1. Februar ist Thomas Meier der neue CEO, Stefan Bauerreis übernimmt ab 15. April den CFO-Posten.

Geopolitik belastet

Geschäftszahlen sind die eine Seite der Medaille. Die andere betrifft den Krieg in Nahost. Durch die kaum passierbare Meerenge bei Hormus sind die globalen Lieferketten gestört, Lieferengpässe und Preisstegierungen, zumal bei energieintensiven Produkten wie Chemikalien, zeichnen sich ab. Davon könnten auch pharmazeutische Grundstoffe betroffen sein. 

Fazit

Das etwas schwächere Ergebnis 2025 dürfte der Entwicklung bei patientenindividuellen Therapien geschuldet sein. Hier kommt es immer wieder zu Schwankungen, dennoch sollte die Entwicklung dieses durch hohe Margen gekennzeichneten Bereichs stets im Blick behalten werden. Schwerer dürfte aber der Krieg in Nahost wiegen. Dennoch: Für 11 bis 12 Euro war das Papier selten zu haben. Medios gehört auf die Watchlist und ist dann eine Alternative, wenn sich die Lieferketten stabilisieren.

Viel mehr Zuversicht versprüht der Ausblick der JDC Group. Nachdem das Unternehmen bereits 2025 mit einem starken Wachstum überzeugen konnte, soll das EBITDA bis 2030 sogar verdreifacht werden: zum Artikel

Über starke Zahlen für 2025 und vor allem eine hohe Marge konnte auch Daldrup & Söhne berichten. Und die Perspektiven für 2026 sind vielversprechend: zum Artikel

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Erstellung am 31.03.26 um 13:41 Uhr.

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