KWS Saat: Was Aktienprognosen und Wettervorhersagen gemeinsam haben
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Die KWS-Aktie hat vom Jahreshoch wieder spürbar korrigiert. Die weitere Kursentwicklung fußt auf einer Melange aus Quartalszahlen, Charttechnik und Regen im mittleren Westen der USA.
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Verschollen im Bermuda-Dreieck: So weit ist es beim Saatguthersteller KWS noch nicht, eine Anspielung auf den Bestseller von Charles Berlitz aus den 70ern drängt sich aktuell aber schon auf. Denn: Fundamentaldaten und Charttechnik zeigen mitunter in unterschiedliche Richtungen und die volatilen Agrarrohstoffpreise bilden den dritten Eckpunkt des Spannungsfeldes.
Der fundamentale Ansatz
Fundamental ist KWS in den ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30.6.) auf Kurs: Der Umsatz zeigte sich stabil bei 1.348,6 Mio. Euro (9M 2024/25: 1.344,3 Mio. Euro), während das EBIT deutlich überproportional um über 10 Prozent auf 311,1 Mio. Euro zulegte. Unterm Strich stand ein Zuwachs beim Nachsteuerergebnis um 8,5 Prozent auf 220 Mio. Euro (9M 2024/25: 202,8 Mio. Euro). Die Jahresziele wurden folglich bestätigt. Das kann im Umkehrschluss jedoch bedeuten, dass die gestiegenen Preise für Agrarrohstoffe bislang keinen nennenswerten positiven Effekt auf den Saatgutabsatz von KWS hatten. Bislang, denn das wichtige Quartal vom 1. April bis 30. Juni läuft aktuell noch.
Der technische Ansatz
Technisch hat die Aktie vom Jahreshoch bei rund 80 Euro um rund 10 Prozent korrigiert. Solange die Marke von rund 72 Euro nicht nachhaltig verletzt wird, bleibt der Aufwärtstrend weiter intakt. Hier kommen jedoch die Wettervorhersagen für den mittleren Westen der USA ins Spiel: Zuletzt wurden ergiebige Regenfälle erwartet, was die Preise für die wichtigsten Agrarrohstoffe prompt sinken ließ. Denn die Niederschläge dürften sich positiv auf das Pflanzenwachstum auswirken und hohe Ernten senken die Preise. Dies könnte Druck bedeuten.
Fazit
Der Zusammenhang zwischen Wettervorhersagen und Aktienprognosen ist bei Papieren, die von Preisen bei Agrarrohstoffen beeinflusst werden, offensichtlich nicht zu unterschätzen. Durch die Portfoliotransaktionen der Vorjahre hat sich KWS allerdings eine gute Basis für zukünftiges Wachstum geschaffen. Technisch dürfte erst Gefahr drohen, wenn die Marke bei 72 Euro nachhaltig unterschritten wird. Dreht das Papier wieder nach oben, könnten zyklische Trades eine interessante Option sein.
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Erstellung am 27.5.26 um 13:06 Uhr.
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