KWS Saat: Gewinnmitnahmen - oder neues Fünfjahreshoch?

01.04.26 16:02 Uhr

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Für die Aktie von KWS ging es zuletzt kräftig aufwärts. Als Profiteur der gestiegenen Rohstoffpreise wird die Luft für die Einbecker nun aber dünner.

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Die Zielrevision Mitte Februar hatte die KWS-Aktie vom Fünfjahreshoch bei gut 76 Euro schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mittlerweile scheinen diese Tatsachen aber doch wieder andere zu sein: Denn vom Jahrestief bei 63 Euro ging es äußerst zügig wieder zurück bis auf aktuell knapp 75 Euro. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar.

Biokraftstoffe gewinnen an Bedeutung

Durch den Krieg in Nahost sind die Preise für Rohöl kräftig nach oben geschossen. Das führt dazu, dass die Herstellung von reinen Biokraftstoffen als Alternative zum herkömmlichen Kraftstoff wieder rentabler wird. Biokraftstoffe können dabei aus Mais, Getreide und Zucker (Bioethanol) oder Raps sowie Soja (Biodiesel) hergestellt werden. Eine steigende Nachfrage nach diesen Agrarrohstoffen treibt dann auch diese Preise.

Kein Anbau ohne Saatgut

KWS wiederum steht in der Kette noch ein Stück weiter hinten: Das Unternehmen liefert das Saatgut zum Anbau der Agrarrohstoffe. Für den europäischen Maisanbau beispielsweise beginnt in Kürze die Aussaat. Es ist daher davon auszugehen, dass Landwirte aufgrund der steigenden Preise für die Agrarprodukte bereits beherzt beim Saatgut zugegriffen haben.

Fazit

Selbst bei einem schnellen Frieden in Nahost wird es noch eine Weile dauern, bis die Öl- und Agrarrohstoffpreise wieder auf das Vorkriegsniveau sinken. Möglicherweise reicht das schon aus, damit KWS nach der Zielrevision wieder mit einer Anhebung aufwarten kann. Am 12. Mai stehen die Q3-Zahlen an – bis dahin müssen sich Anleger wohl gedulden. Die Einschätzung, dass die Aktie aufgrund des Preisanstiegs für landwirtschaftliche Erzeugnisse den alten Aufwärtstrend wieder aufnehmen kann, ist eingetroffen. Nach dem starken Kursanstieg seit Anfang März um fast 20 Prozent und der Hoffnung auf einen Frieden in Nahost könnte es nun jedoch zu Gewinnmitnahmen kommen.

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Erstellung am 01.04.26 um 15:03 Uhr.

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