Frankfurt intern: Nanogate - neuer Sektor, neue Fantasie

Fast schon unheimlich. Seit dem Börsengang 2006 ist der Umsatz von Nanogate jedes Jahr um etwa 30 Prozent gewachsen. Rückschläge? Nichts davon zu sehen.
von Lars Winter, €uro am Sonntag
Zwar ist die Aktie des Oberflächenspezialisten inzwischen hoch bewertet, doch Chef Ralf Zastrau gibt alles, um Investoren von der intakten Wachstumsstory zu überzeugen.
Jüngster Coup: die Übernahme des US-Konzerns Jay Systems. In den Halbjahreszahlen war der Erfolg bereits sichtbar. Dank Konsolidierungseffekten und einer stärkeren Nachfrage stieg der Umsatz zum Vorjahr um 81 Prozent auf 94,5 Millionen Euro. Schon im August hat Zastrau deshalb die Umsatzprognose von 160 Millionen auf 170 Millionen Euro angehoben.
Binnen fünf Jahren soll Nanogate einen jährlichen Umsatz von 250 Millionen Euro machen. Erwartungen, dass Nanogate die eigenen Ziele übertreffen könnte, dämpft Zastrau. "Im zweiten Halbjahr kommen noch einige Kosten im Zuge der Integration von Jay Systems auf uns zu", so der Vorstand zu €uro am Sonntag. Zastrau will Stellen aufbauen und Synergieeffekte in der Verwaltung heben.
2018 soll die Rechnung vollends aufgehen. "Dann sollte der Umsatz weiter anziehen", prophezeit der Chef. Neue Kunden im Automotive-Bereich sollen sich für die kratz- und witterungsbeständigen Hightech-Oberflächen aus Deutschland begeistern. Zudem will Zastrau in einen weiteren Sektor vorstoßen: Haushaltsgeräte. Der Vorstand wittert margenstarkes Geschäft, ein strategischer Partner wird gesucht. In Kürze könnte es hier Neuigkeiten geben. Wie wir hören, sollen die Gespräche mit einem bekannten deutschen Markenhersteller aus dem Hochpreissegment bereits kurz vor dem Abschluss stehen.
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Bildquellen: Nanogate, Deutsche Börse