METRO: Etappensieg für die Teilung
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Auf dem Weg zu seiner Teilung hat der Handelskonzern eine wichtige juristische Hürde genommen. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Deshalb herrscht unter Aktionären Unsicherheit.
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von Sonja Funke, Euro am Sonntag
Ein Etappensieg ist errungen: Der Handelskonzern METRO ist auf seinem Weg zur Aufspaltung einen großen Schritt vorangekommen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf lehnte am Donnerstag eine Reihe von Nichtigkeits- und Anfechtungsklagen gegen den Aufspaltungsbeschluss der METRO- Hauptversammlung ab. Mit diesen war versucht worden, die Trennung in einen Elektronikhändler und einen Lebensmittelbereich zu verhindern.
Das Gericht entschied: Die von Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals eingereichten Klagen gegen die Aufspaltung stehen einem Eintrag ins Handelsregister nicht entgegen. Allerdings gilt dies nicht für mehrere sogenannte Feststellungsklagen -diese sind gleichsam die Hürden, die noch genommen werden müssen. Denn der Antrag von METRO, diese Feststellungsklagen gleich mit aus dem Weg zu räumen, wurde abgelehnt. Dafür gebe es keine rechtliche Grundlage, befand die Vorsitzende Richterin.
Eine endgültige Entscheidung ist also noch nicht getroffen: Nun entscheidet das dafür zuständige Registergericht, ob die Klagen womöglich dem nötigen Eintrag der Spaltung ins Handelsregister entgegenstehen. Wie lange dies dauert, ist noch unklar.
Ungeachtet dessen gibt die METRO-Führung sich bereits zuversichtlich, die Teilung wie geplant bis Mitte Juli über die Bühne bringen zu können. Die Feststellungsklagen behinderten die Umsetzung der Konzernaufteilung nicht, da sie keine sogenannte Registersperre auslösten, heißt es in einer Pressemitteilung.
Börsengang Mitte Juli
Der Konzern habe "95 Prozent der Ernte nach Hause" gefahren, sagte METRO-Anwalt Andreas Austmann. Er ist sich "ziemlich sicher", dass ein Eintrag wie angestrebt erfolgen kann. Auch METRO-Vorstandschef Olaf Koch meldete sich zu Wort: "Wir erwarten den Börsengang der künftigen METRO Mitte Juli."
Die Gegner der Teilung geben sich aber noch nicht geschlagen: Einer ihrer Vertreter äußerte die Hoffnung, die Aufspaltung doch noch im letzten Moment stoppen zu können.
Läuft es nach dem Plan des Konzernvorstands, wird METRO in zwei eigenständige Unternehmen geteilt: einen Lebensmittelspezialisten, zu dem neben den METRO-Großmärkten auch die Real-Supermärkte gehören, und einen Elektronikhändler mit dem Kunstnamen Ceconomy, unter dessen Dach die Ketten Media Markt und Saturn agieren sollen. Der Konzern hofft durch die Selbstständigkeit der Sparten auf mehr Wachstum und mehr Börsenwert. Die METRO- Hauptversammlung hatte der Aufspaltung bereits im Februar mit 99,95 Prozent des anwesenden Kapitals zugestimmt.
Die Aktionäre der bisherigen METRO sollen im Zuteilungsverhältnis eins zu eins Anteilscheine beider Gesellschaften erhalten. Der Lebensmittelhändler kommt mit mehr als 150.000 Mitarbeitern in 35 Ländern auf einen Jahresumsatz von rund 37 Milliarden Euro. Ceconomy bringt es mit 65.000 Mitarbeitern auf einen Jahresumsatz von rund 22 Milliarden Euro. Beide Unternehmen wären groß genug für den MDAX.
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Bildquellen: DDCoral / Shutterstock.com, Metro Group
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