Wunschanalyse der Woche: LEONI-Aktie

Jede Woche können Anleger auf finanzen.net abstimmen, welche Aktie besprochen werden soll. Dieses Mal fiel die Auswahl auf die Aktie von LEONI.
von Klaus Schachinger, Euro am Sonntag
Der finanziell schwer angeschlagene Hersteller von Verkabelungen und Bordnetzsystemen in Autos hat wegen der zusätzlichen Belastungen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie staatliche Bürgschaften von mehreren Hundert Millionen Euro beantragt. Chef Aldo Kamper begründete die Bürgschaften, die vom Freistaat Bayern und der Bundesrepublik geleistet werden sollen, mit einem Sanierungsgutachten, das dem Autozulieferer bescheinige, ohne die Effekte aus der Pandemie eine grundsätzlich gesunde Firma zu sein.
Derzeit liefen Factoring-Programme, wo Forderungen gegenüber Kunden an Gläubiger abgetreten werden, ins Leere, weil mit vielen Kunden kein Geschäft gemacht werde. Ware, die vor einigen Wochen bestellt wurde, müsse bezahlt werden, schilderte Finanzvorständin Ingrid Jägering die Situation. LEONI-Standorte außerhalb Asiens sind bis auf Weiteres geschlossen.
2019 haben sich die Nettoschulden des Unternehmens bei 4,8 Milliarden Euro Umsatz auf 1,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Die Nettoliquidität sank von rund einer Milliarde auf 624 Millionen Euro. Die Risiken sind sehr hoch. Verkaufen.
LEONI
Branche: Autozulieferer
Firmensitz: Nürnberg
Börsenwert: 193,3 Mio. €
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Bildquellen: Leoni AG