Nestlé: Locker aus der ersten Kurve
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Der weltgrößte Lebensmittel-Konzern Nestlé muss beim Wachstum des Umsatzes Fahrt aufnehmen und profitabler werden. Chef Mark Schneider gibt ein Ziel für die Rendite vor. Was Anleger wissen sollten.
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von Klaus Schachinger, Euro am Sonntag
Als Nestlé-Chef Mark Schneider jüngst im Ballsaal des Londoner Corinthia Hotels die künftige Strategie von Nestlé präsentierte, war auch Hedgefondsmanager Daniel Loeb anwesend. Dessen aktivistischer Fonds Third Point hat 3,5 Milliarden Dollar in den größten Lebensmittelkonzern der Welt investiert, das ist mindestens ein Prozent der Anteile. Für sein Geld will der US-Aktivist etwas von Chef Schneider. Loeb fordert Aktienrückkäufe, den Verkauf des 23-Prozent-Anteils am Kosmetikkonzern L’Oréal sowie mittelfristig eine operative Rendite von 18 bis 20 Prozent.
Erstes Renditeziel
Noch im Sommer beschlossen die Eidgenossen den Rückkauf eigener Papiere im Gesamtwert von 20 Milliarden Franken. In London ging Schneider auf eine weitere Forderung Loebs ein. Zum ersten Mal in der Geschichte des Schweizer Unternehmens werden Renditeziele vorgegeben: Für das Jahr 2020 wird eine bereinigte operative Marge zwischen 17,5 und 18,5 Prozent avisiert. Im Vorjahr waren es 16 Prozent. Überdies soll es beim Umsatz jährliche Steigerungen im mittleren einstelligen Bereich geben.
Bei einem Konzern mit 2.000 Marken und fast 90 Milliarden Schweizer Franken Umsatz wird das ein Kraftakt. Schneider warb in London denn auch kräftig um Unterstützung seitens der Investoren. "Wir haben uns viel vorgenommen, mit der Kombination, das organische Wachstum und die Marge zu steigern. Das ist, wie wenn man einen Lauf absolviert und gleichzeitig auf Diät ist", sagt der Deutsche, der auch einen US-Pass hat.
Lob von Loeb
Offenbar traf Schneider, der Nestlé seit Anfang des Jahres führt, bei seinem Auftritt den richtigen Ton. An der Börse legte der Aktienkurs zu. Und Hedgefondsmanager Loeb verzichtete auf weitere öffentliche Kritik am Management, obwohl Nestlé mit den Renditezielen klar unter seinen Forderungen blieb. Stattdessen ging der Investor beim Büfett auf Nestlés Finanzvorstand François-Xavier Roger zu - und lobte die Präsentation: "Da wurde eine Menge Arbeit investiert. Guter Job."
Die jüngsten Investitionen der Schweizer in drei kleinere Firmen zeigen, wo Schneider Potenzial für neue Impulse ausgemacht hat. Für 500 Millionen Schweizer Franken sicherte sich der Hersteller von Nescafé und Nespresso 65 Prozent der Aktien an der Kaffeehauskette Blue Bottle. Bislang betreiben die Amerikaner weniger als 50 Filialen, glänzen jedoch mit zweistelligen Zuwachsraten und binden mit der Atmosphäre in ihren Shops und mit cleveren Abo-Modellen zahlungskräftige junge Kunden.
Zu diesem Kundenprofil passen auch Nestlés neue Beteiligungen an der veganen Nahrungsmittelmarke Sweet Earth und dem Lieferdienst Freshly, Spezialist für glutenfreie Bioprodukte. Die verblasste US- Schokomarke Butterfinger hat Schneider dagegen auf die Verkaufsliste gesetzt.
Von Analysten kritisiert werden indes Nestlés Verhandlungen mit dem Pharmakonzern Merck. Die Darmstädter wollen ihre Sparte mit rezeptfreien Arzneien wie Nasivin loswerden. Insider schätzen den Wert des Geschäfts auf vier bis fünf Milliarden Euro. Aus Sicht der Analysten von Morgan Stanley passt das jedoch nicht zu Nestlés Geschäft mit Hautpflege und -heilung sowie spezieller Nahrung, etwa für Diabetiker.
Sollte es zu einem Deal kommen, wird Schneider erneut Überzeugungsarbeit leisten müssen - aber auf einem Gebiet, mit dem der Ex-Lenker des Gesundheitskonzerns Fresenius gut vertraut sein dürfte.
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