Neue Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs: DAX steigt am Mittwoch kräftig - satte Gewinne auch beim Nikkei

Der Handel zur Wochenmitte wurde von Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Krieges dominiert. Das machte sich in einem deutlichen Kursaufschlag bemerkbar.
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Der DAX wies zur Eröffnung bereits ein sattes Plus von 2,85 Prozent auf 23.326,89 Punkte aus. Auch danach hielt er sich klar in der Gewinnzone und schloss 2,73 Prozent höher bei 23.298,89 Zählern.
Vor den Osterfeiertagen waren Umsätze weiter überschaubar, da am kommenden Freitag sowie Montag an der Frankfurter Börse handelsfrei ist.
23.000-Punkte-Marke übersprungen
Am deutschen Aktienmarkt prägte zur Wochenmitte Kauflaune das Geschehen. Treibende Kraft war der wachsende Optimismus über ein baldiges Ende der militärischen Spannungen im Iran. Investoren setzten darauf, dass diplomatische Annäherungen und eine mögliche Stabilisierung der Handelswege die globale Wirtschaft entlasten. Das trieb den deutschen Leitindex über die 23.000-Punkte-Marke.
Politische Entspannung treibt auch in Fernost und an der Wall Street die Kurse
Auch die asiatischen Aktienmärkte haben - nach den Märkten in den USA am Dienstagabend - am Mittwoch ein wahres Kursfeuerwerk entfacht, getrieben von der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts im Iran. Besonders in Japan wurde dies deutlich: Der Nikkei legte 5,24 Prozent auf 53.739,68 Zähler zu. Laut den Analysten der UOB sorgt die diplomatische Annäherung für massiven Optimismus, nachdem sowohl US-Präsident Donald Trump als auch die iranische Regierung den Wunsch nach einer Beendigung der Feindseligkeiten geäußert haben. Trump erklärte, dass die US-Streitkräfte das Land bereits in zwei bis drei Wochen verlassen könnten, da das Ziel, die nukleare Bedrohung zu beseitigen, erreicht worden sei. Flankiert wird diese Entwicklung durch die Bestätigung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi über direkte Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff - ein deutliches Signal, auch wenn Teheran formelle Verhandlungen noch nicht offiziell bestätigen will. Parallel dazu wächst der Druck auf die Seestraße von Hormus: Berichten zufolge bereiten sich die Vereinigten Arabischen Emirate darauf vor, die USA bei einer gewaltsamen Öffnung des Seeweges zu unterstützen.
Lage am Ölmarkt bleibt unter Beobachtung
Am Ölmarkt ist die Lage hingegen noch von Vorsicht geprägt. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig frei befahrbar ist, bleiben die Preise trotz der politischen Entspannung anfällig für Schwankungen.- Damit bleiben die Ölpreise, die weiter zulegen, Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger. Experten gehen davon aus, dass Anleger bei Kursrücksetzern vorerst weiter zukaufen werden.
DAX-Rekord zuletzt im Januar
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Claudia Stephan, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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