Energiekontor-Aktie springt an: Wachstum hängt an Verkäufen und Windpark-Projekten

Energiekontor kämpft mit wachsendem Projektdruck, hält aber an seinen langfristigen Zielen fest.
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Der Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks Energiekontor ringt weiter mit Unsicherheiten in der Projektumsetzung. Der wirtschaftliche Druck auf einzelne Projekte nehme zu, teilte das im SDAX notierte Unternehmen am Dienstag in Bremen mit. 2026 soll das Ergebnis vor Steuern (Ebt) bei 40 bis 60 Millionen Euro liegen. Dabei setzt Konzernchef Peter Szabo vor allem auf Verkäufe in Großbritannien, sowie weit fortgeschrittene Windparks in Deutschland und den Eigenparkbestand. Bis 2028 strebt er unverändert rund 120 Millionen Euro an.
Im vergangenen Jahr steigerten die Bremer das Vorsteuerergebnis um knapp 12 Prozent auf 40,5 Millionen Euro. Damit wurde das obere Ende der gesteckten Spanne erreicht. Unterm Strich stieg der Gewinn um über 80 Prozent auf 41 Millionen Euro. Aktionäre sollen mit 1 Euro je Aktie doppelt so viel Dividende erhalten, wie ein Jahr zuvor.
Energiekontor setzen Erholung nach Zahlen und Zielen fort
Die Aktie von Energiekontor hat am Dienstag ihre Vortageserholung schwungvoll fortgesetzt. Nach vorgelegten Zahlen für 2025 und Zielen für das neue Jahr stieg das im Nebenwerte-Index SDAX notierte Papier um die Mittagszeit mit plus 7,0 Prozent auf 37,70 Euro auf den höchsten Stand seit zwei Wochen. Zuletzt ging es via XETRA um 8,37 Prozent aufwärts auf 38,20 Euro. Ihr Tief vom 19. März bei 30,10 Euro - zugleich auch das Tief von Anfang November 2025, das zu diesem Zeitpunkt den tiefsten Stand seit September 2020 markiert hatte - ist inzwischen so gut wie ausgebügelt. Im bisherigen Jahresverlauf steht wieder ein Plus, und zwar aktuell von 5,5 Prozent.
Ein Händler sprach zwar von einem etwas enttäuschenden Ausblick. Analyst Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler hob unterdessen jedoch die Profitabilität des Entwicklers und Betreibers von Wind- und Solarparks positiv hervor sowie die "sehr niedrige Bewertung" der Aktie.
"Im Vergleich zu Wettbewerbern steht Energiekontor sehr gut da", sagte Hoymann der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX unter Verweis auf das Vorsteuerergebnis (Ebt) und das Kostenmanagement. Letzteres zahle sich vor allem im inzwischen deutlich schwierigeren Marktumfeld aus. Und auch wenn der Ausblick - ein Vorsteuergewinn von 40 bis 60 Millionen Euro für 2026 - etwas hinter der Konsenserwartung zurückbleibe, wüchsen die Gewinne weiter. "Und dass Energiekontor bis 2028 sein Langfristziel von 120 Millionen Ebt noch erreichen kann, ist auch nicht ausgeschlossen", sagte er.
"Energiekontor hat in einem sehr herausfordernden Marktumfeld solide Geschäftszahlen vorgelegt und konnte die Markterwartungen leicht übertreffen", erklärte zudem Aktienexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Obendrein dürfte die geplante Dividendenanhebung und der relativ gute Ausblick auf das aktuelle Geschäftsjahr ihm zufolge gut ankommen. "Die vorsichtige Prognose liegt auf dem Niveau des letzten Geschäftsjahrs mit Luft nach oben. Das lässt Raum für Kursphantasien."
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BREMEN (dpa-AFX)
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Bildquellen: Energiekontor AG