AIXTRON-Aktie fällt zweistellig: AIXTRON zahlt weniger Dividende und gibt verhaltenen Ausblick

27.02.2025 13:41:00

AIXTRON hat mit einer nachlassenden Nachfrage und höheren Kosten zu kämpfen.

Der Hersteller von Anlagen für die Chipindustrie verbuchte im vergangenen Jahr bei einem in etwa stabilen Umsatz einen spürbaren Margenrückgang, der sich im laufenden Jahr voraussichtlich fortsetzen wird. AIXTRON spricht von einem verhaltenen Marktumfeld. Die Aktionäre müssen sich für 2024 mit einer deutlich niedrigeren Dividende von 0,15 Euro nach 0,40 Euro im Vorjahr abfinden.

Der Umsatz lag 2024 nur leicht über Vorjahr bei 633 Millionen Euro. Das EBIT sank um 16 Prozent auf 131 Millionen Euro, womit die entsprechende Marge um 4 Prozentpunkte auf 21 Prozent nachgab und leicht unter den Analystenerwartungen lag. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,94 Euro nach 1,29 Euro im Vorjahr.

Im Schlussquartal fiel die EBIT-Marge mit 31 Prozent deutlich besser aus als im Gesamtjahr. Allerdings hatten Analysten mit 35 Prozent gerechnet. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 227 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr rechnet AIXTRON mit einem Umsatz von 530 bis 600 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll 18 bis 22 Prozent erreichen. Die Bruttomarge sieht der Konzern bei 41 bis 42 Prozent nach 41 Prozent im Vorjahr.

Der Auftragseingang sackte im vergangenen Jahr um 7 Prozent ab. Im Schlussquartal betrug der Rückgang 23 Prozent.

So reagiert die AIXTRON-Aktie

Die Quartalszahlen und der Ausblick von AIXTRON haben den Anlegern am Donnerstag die Laune verdorben. Die Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters sacken zeitweise um 11,02 Prozent auf 12,84 Euro ab. Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion von durchwachsenen Geschäftszielen.

Mangelnder Schwung in der Elektromobilität sowie teils schwierige Industriemärkte schlagen weiterhin auf AIXTRON durch. In diesem Umfeld rechnet AIXTRON-Chef Felix Grawert für 2025 mit einem Umsatzrückgang auf 530 bis 600 Millionen Euro, nach einem Miniwachstum auf gut 633 Millionen Euro im alten Jahr. Als Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sollen vom Umsatz im laufenden Jahr etwa 18 bis 22 Prozent übrig bleiben. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 2024 gut ein Viertel weniger als im Vorjahr. Die Dividende soll von 0,40 auf 0,15 Euro je Aktie sinken.

UBS-Analystin Madeleine Jenkins bemängelte, dass der operative Gewinn (Ebit) im vierten Quartal 6 Prozent unter der durchschnittlichen Marktprognose geblieben sei. Sie konstatierte einen "wie erwartet schwachen Ausblick" und verwies darauf, dass der Auftragsbestand aktuell geringer sei als nach dem letzten Quartal.

Der Umsatz sei höher als erwartet gewesen, doch die Bruttomarge habe aufgrund des Produktmix enttäuscht, schrieb Jefferies-Expertin Olivia Honychurch. Zudem lägen die Ziele für das erste Quartal und das Gesamtjahr 2025 unter den Erwartungen. Ferner erschwerten einige Unsicherheiten, Vertrauen in eine Erholung 2026 aufzubauen.

Analyst Malte Schaumann von Warburg Research sprach von einem enttäuschenden vierten Quartal und einem ebensolchen Free Cashflow. Er rechnet aber perspektivisch mit wieder anziehenden Geschäften, da die mittelfristigen Wachstumstreiber intakt seien.

Im bisherigen Jahresverlauf steht für die AIXTRON-Titel ein Verlust von mehr als 15 Prozent zu Buche. Die zunehmend trägen Geschäfte und trüberen Aussichten hatten den Aktienkurs bereits im Vorjahr nach unten gezogen. Mehr als 60 Prozent hatten die Papiere in einem abseits des KI-Hypes schwierigen Halbleiterumfeld als einer der schwächsten MDAX-Werte am Ende eingebüßt.

DOW JONES / (dpa-AFX)

Bildquelle: AIXTRON SE

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