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Trading Idee: Weizen — 705 US-Cent je Scheffel und ein Schwarzes Meer ohne Ausfuhren


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Trading Idee: Weizen — 705 US-Cent je Scheffel und ein Schwarzes Meer ohne Ausfuhren

Weizen notiert am Donnerstagmittag bei 704,91 US-Cent je Scheffel. Gehandelt wird das Getreide in Chicago in Cent je Scheffel, und ein Scheffel entspricht bei Weizen rund 27,2 Kilogramm. Vom Septemberhoch bei 794,84 Cent hat der Preis gut elf Prozent abgegeben, liegt aber immer noch rund ein Viertel über dem Julitief von 566,79 Cent. Der Trade setzt darauf, dass der Rücksetzer die Ursache des Anstiegs nicht beseitigt hat.

Risikohinweis: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Weizen sollte in der laufenden Abwärtsbewegung im Bereich um 694 Dollar um den 50er-EMA aufgefangen werden, spätestens aber an der oberen Begrenzung der Ichimoku-Wolke. Hält der 50er-EMA und prallt Weizen hier nach oben ab, würde ein starkes Long-Signal entstehen, sobald auch der 10er-EMA bei 714,60 Dollar nachhaltig nach oben durchbrochen wird. In diesem Fall wäre mit einem weiteren Hochlauf bis über das Verlaufshoch bei 795 Dollar Richtung der Marke von 800 Dollar zu rechnen. Dabei könnte von Ende September bis Ende Oktober auch die bullische Saisonalität unterstützen. Bricht Weizen unerwartet auch unter die Ichimoku-Wolke nach unten durch, wäre mit einem weiteren Rücklauf zum 200er-EMA im Bereich von 625 Dollar wie in den Sommermonaten zu rechnen. Erst bei einem Kursrutsch unter den 200er-EMA würde sich die Lage auch langfristig eintrüben.

In eigener Sache

Im Fokus der weiteren Preisentwicklung bei Weizen steht das Schwarze Meer. Russland und die Ukraine greifen gegenseitig Häfen und Schiffe an, und die Ausfuhren beider Länder sind darüber zusammengebrochen. Im August verliessen zusammen weniger als 2,5 Millionen Tonnen die Häfen, nach 6,3 Millionen Tonnen im Vorjahresmonat. Im September erreichen über den Seeweg nur noch kleine Mengen den Weltmarkt. Beide Länder stellen zusammen normalerweise rund ein Viertel des weltweit gehandelten Weizens, dieser Anteil fehlt derzeit weitgehend, und die Logistikprobleme sind ungelöst.

Die Ernte in Europa federt das nicht ab. Die Union bringt in diesem Jahr 133,2 Millionen Tonnen ein nach 143,4 Millionen Tonnen im Vorjahr. In Deutschland fällt der Rückgang noch deutlicher aus, der Raiffeisenverband rechnet mit 19,1 Millionen Tonnen und damit 15 Prozent weniger als im Jahr davor. Am Pariser Terminmarkt kostete der Dezemberweizen Anfang September 256 Euro je Tonne und damit rund 20 Euro mehr als vier Wochen zuvor. Die physische Nachfrage konzentriert sich inzwischen auf Futterweizen und auf Ware aus Rumänien, Bulgarien und Frankreich.

Die Gegenrechnung kommt aus der Statistik. Weltweit wird die Ernte 2026/27 auf 820 Millionen Tonnen geschätzt und damit drei Millionen Tonnen höher als zuvor angenommen, das gesamte Angebot auf 1.103 Millionen Tonnen. Die Endbestände steigen also, während der Welthandel schrumpft. Der Markt ist damit nicht knapp, er ist blockiert. Das ist ein Unterschied, denn eine Blockade kann enden, ein Ernteausfall nicht. Entsprechend sieht die US-Landwirtschaftsbehörde den durchschnittlichen Erzeugerpreis der laufenden Saison bei 6,40 Dollar je Scheffel, das sind 640 Cent und damit rund neun Prozent unter dem aktuellen Kurs. Angehoben hat sie diese Schätzung zuletzt trotzdem, um 20 Cent.

Genau daraus ergeben sich die Risiken. Kommt es zu einem neuen Abkommen für den Getreideverkehr, kehren die fehlenden Mengen binnen Wochen zurück, und der Preis dürfte einen grossen Teil des Anstiegs wieder abgeben. Dazu drängen Anbieter aus Argentinien, Australien und Kanada in die Lücke, und die Käufer in Nordafrika und Asien reagieren empfindlich auf hohe Preise, weil Weizen dort ein Grundnahrungsmittel ist. Ein starker Dollar verteuert die amerikanische Ware zusätzlich für diese Kunden.

Trading Idee: Weizen

Fazit:

Trader könnten eine Long-Position auf Weizen über einen Mini-Future von Vontobel mit der WKN VC2Q5V in Betracht ziehen, um bei einem Anstieg des Basiswerts auf 799 US-Cent eine Rendite von 54,51% im Schein zu erzielen. Der Stopp-Loss könnte bei 664 US-Cent platziert werden, was einem Verlust von 24,65% im Hebelprodukt entspräche. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Trading-Idee beträgt 2,21. Der Hebel liegt bei 4,17 und der Abstand zur Knock-out-Schwelle bei 21,52 Prozent.

Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in Weizen investiert.

Trading Idee: Weizen
BasiswertWeizen (CBOT Rolling, US-Cent je Scheffel)
ProduktgattungMini Future Long
EmittentVontobel
ISIN/WKN HebelproduktDE000VC2Q5V1 / VC2Q5V
LaufzeitOpen End
Kurs K.-o.-Call (Datum)1,49/1,50€ (24.09.2026, 14:30 Uhr)
Basispreis variabel5,38$
Knock-out-Schwelle5,53$
Hebel4,17
Abstand zum Knock-out21,52%
Stop-Loss Call1,13€ (-24,65%)
Ziel Call2,32€ (+54,51%)

Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

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Bildquellen: isak55 / Shutterstock.com, Istockphoto

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