Superreiche

Potenzielle Wege zum Reichtum: Wie wird man Millionär?

06.04.25 17:03 Uhr

Die Geheimformel der Reichen: Mit diesem Methoden wird man Millionär! | finanzen.net

Es gibt haufenweise Vorurteile über sie und sie halten sich bedeckt: Für Vermögensforscher sind die Reichsten der Reichsten undurchsichtig - aber wie wird man eigentlich zum Millionär?

In den letzten Jahren ging die Schere zwischen arm und reich weltweit immer weiter auseinander. Doch wie kommen die Superreichen an ihr Vermögen? Laut Vermögensforscher Thomas Druyen in einem Interview mit der WELT erben nur rund 20 Prozent der Millionäre ihren Geldschatz. Trotz der Undurchsichtigkeit, von der bekannte Vermögensforscher wie Druyen sprechen, erklärt sich hin und wieder ein Reicher dazu bereit, sein Geheimnis auf einer Website oder in einem Interview preiszugeben.

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Tipps und Tricks

So stellt sich heraus: Wichtig ist zunächst Sparsamkeit, denn nur das nicht ausgegebene Geld macht einen Menschen zum Millionär. Die Devise lautet also, möglichst viel zu arbeiten und auch mal den Jahresurlaub ausfallen zu lassen, während auf keinen Fall ein Kredit aufgenommen werden sollte. Denn Kredite führen laut Expertenaussagen zu Schuldenspiralen aus denen man schwer wieder heraus kommt. Es sollte also vorerst lieber das günstigere Auto für den Weg zur Arbeit gekauft werden und Geld so angelegt werden, dass es sich auch selbst vermehrt. Aktienpakete und Gewinnbeteiligungen sind im Gegensatz zu Autos förderlich - es wird aber von Experten davor gewarnt, zu hohe Risiken einzugehen. Mit einem ordentlichen Finanzplan, der idealerweise mit Hilfe eines Finanzberaters erstellt wird, kennt der Anleger seine Ressourcen und weiß, was im schlimmsten Fall passiert. Übrigens tritt der schlimmste Fall, nämlich der Bankrott, einer Studie zufolge recht häufig ein: Der durchschnittliche Millionär erlebt ihn ganze dreimal in seinem Leben.

Auf die richtige Einstellung kommt es an

In der Vermögensforschung steht fest, dass nicht nur Menschen mit hohem Startkapital zum Millionär werden können. Auch mit nur beispielsweise 100 Euro statt 100.000 Euro Startkapital kann dieses Ziel erreicht werden. Es kommt anscheinend nur auf die richtige Einstellung an. So wird dazu geraten, nicht nur das Ziel im Auge zu behalten sondern auch den Weg dahin genussvoll zu gestalten. Denn wem seine Einnahmequelle Spaß macht, der beschäftigt sich auch freiwillig mehr damit. Die Arbeit zu mögen ist auch unter einem anderen Aspekt essentiell: Selbstbewusst gegenüber Kollegen, Konkurrenz und Geschäftspartnern aufzutreten verbessert die Chancen auf Erfolg, die graue Maus sollte also durch Spaß und Selbstvertrauen ersetzt werden - besonders für Frauen ist dieser Punkt wichtig. Denn aktuell gibt es viel mehr männliche als weibliche Superreiche, es ist also von Vorteil, keine Angst vor reichen Männern zu haben und sich behaupten zu können. Der schwierige Balanceakt besteht bei all dem darin, sich trotz ständiger und hoher Anstrengungen auch selbst belohnen und Feierabend machen zu können. Denn ein Burnout macht wohl niemanden zum Millionär.

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Die am weitesten verbreiteten Wege

Im Jahr 2004 begann Autor Tom Corley, Millionäre über ihren Weg zum Reichtum zu befragen und fand heraus: Der einfachste Weg, reich zu werden, ist die Sparer-Anleger Strategie, denn mit Investitionen in Aktienpakte und Gewinnbeteiligungen erreichten 22 Prozent der Befragten ihre Millionen. Die Träumer, wie Corley sie nennt, gründeten eine eigene Firma oder sind unglaublich erfolgreiche Künstler. Das Problem bei dieser Strategie: Sie ist nicht wirklich planbar. Ebenfalls viele schafften es über die Karriereleiter und harte Arbeit, wobei sie im Schnitt 22 Jahre lang bis zu ihrer ersten Million hart gearbeitet haben, so Druyen.

Eine hohe Risikobereitschaft brauchen aber alle - und die Fähigkeit, aus Fehlern und Rückschlägen zu lernen, so die Experten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Marian Weyo / Shutterstock.com, David Crockett / Shutterstock.com