Die Zukunft des Zahlungsverkehrs: Echtzeitüberweisungen als neuer Standard?
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Geld versenden, das in sekundenschnelle ankommt, statt mindestens einen Werktag abzuwarten: Das soll die neue Realität im Euroraum werden.
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Änderungen im Jahr 2025
Mit der Echtzeitüberweisung wird der gewünschte Betrag - unabhängig von Wochen- beziehungsweise Feiertagen oder der Uhrzeit - in etwa zehn Sekunden transferiert. Der Empfänger erhält sodann eine Bestätigung. Diese Form der Zahlungsmethode wird im Jahr 2025 durch das EU-Parlament vorangetrieben. Seit dem 9. Januar sind Banken im Euroraum dazu verpflichtet, Echtzeitüberweisungen anzunehmen. Ab dem 9. Oktober 2025 müssen sie auch die Überweisung an sich ermöglichen. Mitgliedsstaaten ohne Euro-Währung erhalten eine längere Übergangsperiode.
Kosten bleiben gleich
Eine sekundenschnelle Zahlung geht mit vielen Vorteilen einher. Besonders die Unabhängigkeit von Werktagen oder Uhrzeiten erlaubt einen flexiblen Einsatz. Dringende Zahlungen müssen dann nicht mehr warten. Auch können Finanzen besser im Blick behalten werden, da die Abbuchung nicht erst Tage später erfolgt. Ebenfalls profitiert man zum Beispiel als Verkäufer von der Echtzeitüberweisung, da die Zahlung direkt vor Ort geprüft werden kann. Die Nutzung ist zudem nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden, da eine Echtzeitüberweisung nicht mehr Gebühren erheben darf als eine "nicht sofortige" Überweisung.
Haftung bei Betrugsfällen
Die Dauer der herkömmlichen Überweisung lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass während der Abarbeitung der Überweisungen auch Sicherheitsprüfungen durchgeführt wurden, erklärt Thomas Rienecker vom Sparkassen- und Giroverband gegenüber der Tagesschau. Diese Sicherheit fehlt manchen EU-Abgeordneten. Martin Schirdewan (Die Linke) betont im Gespräch mit der Tagesschau, "dass die Geldsendungen sicher sein müssen. Da muss die EU-Kommission noch nachschärfen".
Für den Verbraucher sollte die Nutzung derzeit mit großer Vorsicht einhergehen. Eingabefehler, wie zu hohe Geldbeträge oder falsche Empfänger, sind kaum korrigierbar. Geht es um Betrügereien (beispielsweise Phishing), soll ein IBAN-Abgleich helfen. Stimmt die IBAN mit dem angegebenen Empfänger nicht überein, erfolgt noch vor der Überweisung eine Warnung. Um sich vor zu hohen Verlusten bei falschen Eingaben zu schützen, kann zudem ein Höchstbetrag für Echtzeitüberweisungen festgelegt werden.
Neue Konkurrenz für PayPal & Co.?
Laut Michiel Hoogeveen, dem federführenden Europaabgeordneten, war dieser Schritt essenziell: "Die Verordnung über den sofortigen Zahlungsverkehr stellt die lang erwartete Modernisierung des Zahlungsverkehrs im europäischen Binnenmarkt dar." Damit sind die populären Bezahlsysteme aus den USA wie beispielsweise PayPal oder Apple-Pay nicht mehr notwendig. Einer der Gründe für die Gesetzesänderung, denn die Vielfältigkeit auf dem europäischen Bezahlmarkt soll erhalten bleiben: Ulrich Bindseil, Zentralbank Experte für das Thema Zahlungsverkehr und Marktinfrastruktur, erklärt gegenüber der Tagesschau, dass Unternehmen mit zu viel Marktmacht, die Gebühren anheben könnten und das wirke sich unmittelbar auf die Händler aus. Diese wiederum könnten die ansteigenden Gebühren über höhere Preise an die Verbraucher weitergeben.
J. Vogel / Redaktion finanzen.net
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