DWS Euroland Strategie-Fonds: EZB dürfte an lockerer Geldpolitik festhalten - Fondsanalyse
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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Inflation im Euroraum hat wieder ein sehr niedriges Niveau erreicht. Die Europäische Zentralbank dürfte nach Experten-Meinung an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten. Mit einem bewährten Rentenfonds wie dem DWS Euroland Strategie (DWS Euroland Strategie (Renten)) sind Anleger gut positioniert, so die Experten von DWS Investments.
Auf ihrer letzten Sitzung Anfang Februar habe die Europäische Zentralbank (EZB) weder an der Leitzinsschraube gedreht noch ähnliche geldpolitische Maßnahmen beschlossen.
Allerdings: Was noch nicht sei, könnte noch kommen. Schließlich werde EZB-Chef Mario Draghi nicht müde zu betonen, dass er im Ernstfall nicht zögern und auch vor unkonventionellen Aktionen nicht zurückschrecken werde.
Vor allem die schwachen Preissteigerungsraten in der Eurozone könnten Draghi und seine EZB-Kollegen bald zu weiteren Liquiditätsspritzen bewegen. Diese Annahme spreche tendenziell auch für stabile Kurse europäischer Anleihen.
Waren und Dienstleistungen in der Eurozone hätten sich im Januar nur noch um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert, wie das EU-Statistikamt in Brüssel mitgeteilt habe. Damit sei die Inflationsrate wieder auf das Niveau gefallen, das die EZB im letzten November dazu bewegt habe, den Leitzins auf das aktuelle Rekordtief von 0,25 Prozent zu senken. Mit den niedrigen Zinsen wollten die Währungshüter die Gefahr eines Preisverfalls auf breiter Front bannen.
Im Dezember hätten die Volkswirte der EZB für 2014 noch eine Teuerungsrate von 1,1 Prozent vorausgesagt. Die nächste Inflationsprognose der EZB stehe nun für Anfang März an.
Sollten die EZB-Volkswirte dann ihre bisherige Prognose nach unten korrigieren, dürften die Entscheider im EZB-Rat in Alarmstimmung kommen. Schließlich hätten sich die Währungshüter eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent zum Ziel gesetzt.
Ebenfalls im März würden die EZB-Volkswirte ihre Konjunktur- und Inflationsprojektionen für das Jahr 2016 veröffentlichen. Auch diese Prognosen könnten nicht allzu rosig ausfallen, würden externe Ökonomen befürchten.
So könnte etwa die konjunkturelle Abkühlung in den Schwellenländern die Wirtschaft in der Eurozone belasten. Die EZB dürfte deshalb nach Einschätzung vieler Beobachter ihre geldpolitische Offensive fortsetzen. Dabei müsse nicht einmal eine weitere Zinssenkung nötig werden.
Eine weitere Zinssenkung auf beispielsweise 0,1 Prozent würde vielleicht ohnehin keine bedeutende realwirtschaftliche Wirkung mehr entfalten, würden Experten urteilen. Die EZB könnte deshalb zukünftig mit anderen Instrumenten arbeiten, beispielsweise mit weiteren Käufen von Staatsanleihen.
Nach den Willen des Bundesverfassungsgerichts solle jetzt zwar der Europäische Gerichtshof entscheiden, ob der unbegrenzte Kauf von Staatsanleihen durch die EZB mit EU-Recht vereinbar sei. Eine grundsätzliche Zustimmung des Gerichtshofs erscheine wahrscheinlich.
Unterm Strich spreche also einiges dafür, dass die Geldpolitik der EZB bis auf Weiteres expansiv bleibe. Für die Besitzer von Anleihen sei das eine gute Nachricht. Sie müssten voraussichtlich vorerst keine Zinserhöhungen und damit einhergehende Kursverluste bei den Anleihen befürchten.
Möglicherweise könnten sie sogar auf leicht anziehende Anleihenkurse hoffen. Mit einem guten Rentenfonds wie dem DWS Euroland Strategie sind Anleger deshalb weiterhin gut aufgestellt, so die Experten von DWS Investments. (20.02.2014/fc/a/f)