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Darum profitiert der Euro von der Dollar-Schwäche

11.09.24 17:13 Uhr

Euro Dollar Kurs: Warum der Euro von der Dollar-Schwäche profitiert | finanzen.net

Der Kurs des Euro hat am Mittwoch zum US-Dollar anfängliche Kursgewinne wieder abgegeben.

Werte in diesem Artikel
Devisen

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0,8750 GBP 0,0038 GBP 0,44%

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184,2500 JPY -0,4000 JPY -0,22%

1,1786 USD -0,0028 USD -0,24%

1,1428 EUR -0,0052 EUR -0,45%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,22%

0,8484 EUR 0,0019 EUR 0,22%

Am Nachmittag wurde der Euro zu 1,1010 Dollar gehandelt. Am Mittag hatte er noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1043 (Dienstag: 1,1031) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9055 (0,9065) Euro.

Der Euro gab anfängliche Kursgewinne nach der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten wieder ab. In den USA ist die Jahresinflationsrate auf 2,5 Prozent gefallen und hat so den niedrigsten Stand seit dem Februar 2021 erreicht. Allerdings ist die stark beachtete Kerninflationsrate mit 3,2 Prozent vergleichsweise hoch geblieben. Bei der Kerninflation werden schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet. Diese Abgrenzung wird von der US-Notenbank Fed besonders beachtet.

Die US-Notenbank wird am kommenden Mittwoch über die Zinsen entscheiden. Es wird allgemein eine Zinssenkung erwartet. Das Ausmaß gilt als ungewiss.

"Die US-Notenbank hat die bevorstehende Zinswende bereits breit kommuniziert und sehr deutlich gemacht, dass sie auf der Sitzung in der kommenden Woche zur Tat schreiten wird", schreiben die Commerzbank-Experten. Sie erwarten nach den heutigen Inflationsdaten nur einen kleinen Zinsschritt um 0,25 Prozentpunkten. Der Dollar legte angesichts der etwas gedämpften Zinssenkungserwartungen etwas zu.

Zu den Gewinnern am Devisenmarkt zählte auch der japanische Yen, der zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen konnte und zum US-Dollar den höchsten Stand seit vergangenen Dezember erreichte. Ursache sind Spekulation auf eine Zinserhöhung der japanischen Zentralbank. Ratsmitglied Junko Nakagawa hatte Hinweise auf eine Zinserhöhung gegeben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84375 (0,84265) britische Pfund, 156,60 (157,81) japanische Yen und 0,9358 (0,9349) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2508 Dollar gehandelt. Das sind etwa 8 Dollar weniger als am Vortag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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