EUR/JPY: Beendet der Wechselkurs seinen Aufwärtstrend?
Der Yen stand in den letzten Monaten unter starkem Abwertungsdruck.
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Das lag vor allem daran, dass die Bank of Japan den Markt mit Liquidität flutete und insgesamt eine Kehrtwende in ihrer zögerlichen Geldpolitik vollzogen hat. Dazu kommt, dass der Yen im Umfeld einer allgemein wieder steigenden Risikofreude an den Märkten an Anziehungskraft verloren hat. Es wurden daher in großem Umfang auch Long-Positionen auf die Währung aufgelöst und das trug zum starken Anstieg der Wechselkurse USD/JPY und EUR/JPY bei. So legte EUR/JPY von 97 bis auf 110 JPY zu.
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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.EUR/JPY scheitert am Widerstand bei 111 JPY
In den letzten Tagen setzte sich der Kursanstieg aber nicht fort. Dabei fielen die letzten Konjunkturdaten aus Japan alles andere als gut aus und das hätte eigentlich eine weitere Schwächung des Yens nahegelegt. So enttäuschte z.B. an diesem Montag der Tankan, das ist eine vierteljährliche, umfassende Umfrage der Bank of Japan, bei der Japans Unternehmen zur Einschätzung ihrer Geschäftslage und ihrer Zukunftsaussichten befragt werden. Trotzdem fiel EUR/JPY zurück. Charttechnisch erwies sich damit der Widerstand bei 111,00 JPY nach mehrmaligem Test als zu stark. Der Kursrückgang könnte sich nun kurzfristig noch etwas fortsetzen, doch mittelfristig bleibt die Aufwärtstendenz bestehen. Anleger sollten die Unterstützung bei 108,00 JPY im Blick behalten. Ein Rückgang in diesen Bereich ist eine gute Chance zum Eröffnen einer Long-Position.
Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.