Verbraucherpreise

US-Inflation verringert sich im April auf 4,9 Prozent

10.05.23 14:38 Uhr

US-Inflation verringert sich im April auf 4,9 Prozent | finanzen.net

Der Inflationsdruck in den USA hat im April leicht abgenommen, da die Wirtschaft Zeichen zu einer Abkühlung zeigt.

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 4,9 (Vormonat: 5,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von 0,4 Prozent und einer stabilen Jahresteuerung von 5,0 Prozent gerechnet.

Wer­bung

Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,4 Prozent auf Monats- und um 5,5 (Vormonat: 5,6) Prozent auf Jahressicht. Das entsprach genau den Prognosen der befragten Volkswirte.

Die Fed hat seit März 2022 mit einer historisch beispiellosen Serie von raschen Zinserhöhungen versucht, die galoppierende Inflation zu zähmen und wieder in Richtung ihres Ziels von 2 Prozent zu drücken. Doch so richtig erfolgreich war die Fed bisher nicht.

Wer­bung

Zwar ist die Inflation seit dem Höchststand von etwa 9 Prozent im Sommer 2022 deutlich gesunken, doch die Preissteigerungen insbesondere in den Dienstleistungsbranchen bleiben hoch. Solche Preiserhöhungen könnten sich als hartnäckig erweisen und sind nur schwer vollständig zu stoppen. Es könnte daher sein, dass die Fed nach ihrer Pause bei den Zinserhöhungen noch einmal nachlegen muss.

Von Gabriel T. Rubin

WASHINGTON (Dow Jones)

Bildquellen: javarman / Shutterstock.com, AXL / Shutterstock.com