Urteil falsch?

Bayer-Chef: Keine Monsanto-Neubewertung nach Glyphosat-Urteil

23.08.18 11:21 Uhr

Bayer-Chef: Keine Monsanto-Neubewertung nach Glyphosat-Urteil | finanzen.net

Nach der Jury-Entscheidung im kalifornischen Glyphosat-Prozess sieht Bayer-Chef Werner Baumann keinen Anlass zu einer Neubewertung der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto.

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"Die Sicherheitsbewertung von Glyphosat hat sich seit dem Zeitpunkt der Übernahme nicht verändert", sagte Baumann dem Handelsblatt in einem Interview. Er räumte ein, dass zum Zeitpunkt der Übernahmeankündigung "der Umfang der Klagen, mit denen wir uns jetzt auseinandersetzen, noch nicht absehbar war".

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Das habe "an der zwingenden Logik der Übernahme von Monsanto" jedoch nichts geändert. Es gebe keinen Grund, "jetzt in Nervosität oder operative Hektik auszubrechen", sagte Baumann dem Handelsblatt. "Wir sind davon überzeugt, dass das Urteil der Jury falsch ist. Wir werden uns in diesem Fall und auch in den weiteren Fällen sehr entschieden verteidigen", fügte der Bayer-Chef hinzu, der sich am frühen Nachmittag auch in einer Telefonkonferenz vor Investoren zu den Rechtsrisiken von Glyphosat äußern will.

Ein Geschworenengericht in San Francisco hatte Monsanto vor knapp zwei Wochen zur Zahlung von 289 Millionen Dollar an einen krebskranken Mann verurteilt, der seine Erkrankung auf den regelmäßigen Umgang mit dem Mittel als Hausmeister zurückführt. An der Börse verlor die Bayer-Aktie daraufhin binnen einer Woche 15 Milliarden Euro an Wert, weil Anleger angesichts von weiteren 5.200 Glyphosat-Klagen Strafzahlungen in Milliardenhöhe fürchten.

FRANKFURT (Dow Jones)

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