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Toyota will menschliche Exkremente nutzen, um seinem Wasserstoffauto zum Durchbruch zu verhelfen


Toyota will menschliche Exkremente nutzen, um seinem Wasserstoffauto zum Durchbruch zu verhelfen

Der "Mirai", das Wasserstoff-Auto von Toyota, soll den Autobauer in die Zukunft führen. Doch es finden sich nur wenige Käufer für das Produkt. Das wollen die Japaner nun ändern: Mit einer interessanten Idee, wie das Ladeproblem gelöst werden könnte.

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Der japanische Autobauer Toyota ist der einzige Fahrzeughersteller der Welt, der ein Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeug in Großserie produziert. Doch das Modell, das unter dem Namen "Mirai" (zu deutsch: "die Zukunft") seit September 2015 auch in Deutschland verkauft wird, findet nur wenig Käufer. Schuld ist unter anderem der Energiebedarf.

Ohne Ladestationen keine Käufer

Denn da liegt möglicherweise eines der Hauptprobleme, wieso der "Mirai" am Markt so wenig Anklang findet. Käufer werden sich kaum für ein wasserstoffbetriebenes Fahrzeug entscheiden, wenn es keine flächendeckende Versorgung mit Ladestationen gibt. Ladestationen hingegen werden am Marktbedarf ausgerichtet: Keine Fahrzeuge, keine Ladestationen.

Menschliche Exkremente sollen das Problem lösen

Toyota will nun eine Lösung für das Problem gefunden haben: Menschliche Abfälle. Diese sind nahezu unbegrenzt verfügbar. Wo es Menschen gibt, gibt es auch so genannten "human waste". Und den in saubere Energie umzuwandeln, ist laut Toyota wohl einfache Chemie. In einer Kläranlage in Fukuoka, Japan, wandelt der Autobauer menschliche Abfälle in Wasserstoff um. Für diesen Zweck werden flüssige und feste Abfälle voneinander getrennt. Der dabei entstehende Klärschlamm, der üblicherweise ein Abfallprodukt ist, wird dann mit Mikroorganismen versetzt, die die festen Bestandteile auflösen - Biogas entsteht, das zu 60 Prozent aus Methan und zu 40 Prozent aus Kohlendioxid besteht. Das CO₂ wird dann herausgefiltert und mit Wasserdampf angereichert, daraus entstehen wiederum Sauerstoff und mehr CO₂. Wird Kohlendioxid erneut herausgefiltert, bleibt reiner Wasserstoff und damit der Antrieb für den "Mirai".

Erdgas hätte ausgedient

Aktuell wird Wasserstoff noch aus Erdgas gewonnen. Der Bedarf an fossiler Energie ist damit eher hoch und macht aus dem Wasserstoffauto von Toyota alles andere als ein umweltfreundliches Produkt. Gelingt es aber, das Energieproblem zu lösen und Wasserstoff mit geringem Aufwand in großem Stil aus menschlichen Exkrementen zu extrahieren, kann das "Mirai" künftig einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz aber auch zur Bilanz von Toyota leisten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: FotograFFF / Shutterstock.com, Room 76 / Shutterstock.com

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