Robinhood-Aktie trifft zum Börsengang Ausgabepreis - So schlägt sich der Neo-Broker am ersten Handelstag
Der Börsengang von Robinhood wurde mit Spannung erwartet. Die Aktie des Gratis-Brokers feierte zunächst einen durchwachsenen Einstand am Börsenparkett.
Werte in diesem Artikel
• Robinhood feiert seinen ersten Handelstag
• Neo-Broker brachte 55 Millionen Aktien für 38 US-Dollar/Stück unters Volk
• Unternehmensbewertung von 31,8 Milliarden US-Dollar
Robinhood hat die Welt des Tradings in den vergangenen Monaten auf den Kopf gestellt. Mit Kleinanlegern als primäres Kundenklientel hat der Neo-Broker seit Jahresbeginn nicht nur das Phänomen Meme-Aktien befeuert sondern auch zahlreiche neue Anleger an die Börse gebracht. Nun wird Robinhood selbst an der Börse gehandelt.
Robinhood-Aktie: Erstkurs trifft Ausgabepreis
Anleger haben dem Wertpapier-Broker Robinhood beim Börsengang in New York die kalte Schulter gezeigt. Die Aktien fielen beim Debüt an der Tech-Börse Nasdaq um mehr als zehn Prozent auf 34 Dollar. Aus dem Handel verabschiedeten sich die Papiere mit einem Abschlag von 8,37 Prozent auf 34,82 US-Dollar. Robinhood hatte sich zuvor bereits schwergetan, die Papiere wie erhofft bei Investoren loszuschlagen. Letztlich waren die Aktien zum Ausgabepreis von 38 Dollar in den Handel gegangen, eigentlich hatte Robinhood bis zu 42 Dollar angepeilt. Das Unternehmen hatte bei der Premiere allerdings auch auf eine ungewöhnliche Methode gesetzt.
Insgesamt startete Robinhood mit einer Gesamtbewertung von knapp 32 Milliarden Dollar an der Nasdaq, was angesichts der hohen Erwartungen schon eher mau war. Der Discount-Broker, der zuvor bei den Turbulenzen um heißgelaufene Aktien von US-Firmen wie GameStop in die Schlagzeilen geraten war, hatte eigentlich eine Bewertung von rund 35 Milliarden Dollar angestrebt. Robinhood verzeichnete zuletzt zwar rasantes Wachstum, ist aber wegen seines Geschäftsmodells umstritten und hat einige rechtliche Baustellen, was die Aktien riskant macht.
Die 2013 gegründete Firma aus dem kalifornischen Menlo Park gilt mit ihrer einfach zu bedienenden App zum Handel mit Aktien, Optionen und Kryptowährungen als Wegbereiter einer jüngeren Generation von Anlegern am US-Finanzmarkt. Robinhood hat jedoch viele Kritiker. Der Broker nimmt keine Gebühren von Nutzern, sondern verdient an der Vermittlung ihrer Transaktionen. Darum ist Robinhood mit Vorwürfen konfrontiert, Kunden wie ein Glücksspielanbieter zu möglichst viel und auch riskantem Handel zu animieren. Das Unternehmen verteidigt sein Geschäftsmodell damit, den Finanzmarkt zu "demokratisieren".
Robinhood-Aktien für eigene Kunden reserviert
Von den 55 Millionen Aktien hatte Robinhood im Vorfeld rund 35 Prozent der Anteile für die eigenen Trader reserviert. Dieser ungewöhnliche Schritt wurde von vielen Beobachtern im Vorfeld als Risiko bewertet, denn dies setzt der Robinhood-Aktie einem Volatilitätsrisiko aus. Es bestehe kein Zweifel, dass Kleinanleger wesentlich launischer reagierten, so Greg Martin, Managing Director und Miteigentümer bei Rainmaker Securities gegenüber CNBC. "Je mehr Robinhood-Aktien innerhalb der eigenen Community kursieren, desto anfälliger wird man für einen Reddit-Super-Squeeze".
Insgesamt flossen dem Broker im Rahmen des IPO 2,1 Milliarden US-Dollar zu, die Unternehmensbewertung lag zeitgleich bei 31,8 Milliarden US-Dollar. Noch im Herbst 2020 war der Konzern im Rahmen einer Finanzierungsrunde mit 11,7 Milliarden US-Dollar bewertet worden.
Redaktion finanzen.net / NEW YORK (dpa-AFX)
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