Aurelius-Chef Markus: "Pipeline ist sehr gut gefüllt"

Was der Chef von Aurelius, Dirk Markus, nach dem größten Exit der Firmengeschichte plant, sagte er exklusiv im Interview mit €uro am Sonntag.
von Peer Leugermann, €uro am Sonntag
€uro am Sonntag: Der Solidus-Verkauf bringt gut 102 Millionen Euro Gewinn, nur etwa die Hälfte schütten Sie aus. Warum?
Dirk Markus: Wir werden insgesamt drei Euro pro Aktie an unsere Aktionäre ausschütten. Auf dem aktuellen Kursniveau ist dies eine Dividendenrendite von über sieben Prozent und damit durchaus attraktiv. Die verbleibenden Mittel werden wir in neue Zukäufe investieren und so die Pipeline für die Zukunft weiter anfüllen.
Wann und wo?
Unsere Einkaufspipeline ist sehr gut gefüllt, weitere Transaktionen stehen in nächster Zeit an. Auf der Verkaufsseite erkennen Sie die Exitkandidaten anhand
der Reife in unserem Portfolio. Wenn man die Haltedauer berücksichtigt, kommen besonders Beteiligungen wie Ghotel und Scandinavian Cosmetics infrage.
Zu Preisen wie bei Solidus?
Solidus war der bei Weitem größte Exit der bisherigen Unternehmensgeschichte und gemessen am Multiple auf das eingesetzte Kapital von rund dem 16-Fachen auch einer der erfolgreichsten. Dieser Erfolg ist für uns Ansporn für die Zukunft.
Werden neue Ausstiege ähnlich rentabel?
Historisch betrachtet haben wir im Verlauf einer circa fünfjährigen Investitionsdauer unser eingesetztes Kapital im Schnitt um den Faktor 8,4 vermehrt. Dies zeigt den nachhaltigen Erfolg unseres Geschäftsmodells und ist für uns die Messlatte für zukünftige Transaktionen.
Drückt die Konjunktur auf die Verkäufe?
Konjunktureller Gegenwind belastet uns auf der Verkaufsseite eher weniger. Die meisten unserer Beteiligungen bewegen sich in weniger zyklischen Märkten der Old Economy. Diese Märkte weisen zwar keine zweistelligen Wachstumsraten auf, entwickeln sich dafür aber auch in schwächeren Phasen weitgehend stabil.
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Bildquellen: Aurelius