US-Bundesstaat Colorado verdient mit Marihuana Milliarden

Colorado hat seit 2014 eine neue Einnahmequelle: Marihuana. Nicht nur die Einzelhändler profitieren von der Gras-Legalisierung, auch der Staat macht kräftig Kasse.
Im November 2016 stimmten die Amerikaner nicht nur über einen neuen US-Präsidenten ab. Ebenso gab es in einzelnen Staaten Abstimmungen zur Legalisierung des Erwerbs und Konsums der getrockneten Hanfpflanze. Kalifornien, Massachusetts, Nevada und Maine stimmten der Legalisierung von Cannabis zu.
Colorado als Vorreiter
Als erster Staat in den USA legalisierte Colorado 2014 den Marihuana-Verkauf und Konsum zu nicht medizinischen Zwecken. Im Juli 2014 zog Washington nach. Der Konsum in der Öffentlichkeit sowie in den Läden bleibt jedoch weiterhin untersagt. Nach der Legalisierung des Cannabis zog der Preis für das Rauschmittel rasant an. So kostet eine Unze (28 Gramm) des Genussmittels Marihuana im Medicine Man Denver 360 US-Dollar. Die entsprechende Grammzahl für medizinische Zwecke 200 US-Dollar. Laut Brooke Gehring, Besitzerin des Stores Bud Med in der Nähe von Denver, sei dies durchaus mit den Preisen auf dem Schwarzmarkt zu vergleichen. Seit 2014 dürfen die Einwohner des Bundesstaates Colorado, die 21 Jahre oder älter sind, eine Unze des Rauschmittels erwerben. Besucher müssen sich mit dem maximalen Kauf einer Viertel Unze begnnügen. Der große Profiteur der Legalisierung ist aber der Staat.
Steuereinnahmen in Millionenhöhe
Bereits zum Jahreswechsel 2014 hatten laut der Sprecherin des Landkreises Denver, Amber Mille, in der Region Denver 18 Läden die notwendigen Lizenzen erstanden, um den Verkauf im Januar 2014 zu beginnen.
Colorado machte im laufenden Jahr 2016 bereits mächtig Umsatz mit der Hanfpflanze. So wurden über 1,1 Milliarden Dollar durch den Konsum von Cannabis und Produkten, die den Pflanzenstoff beinhalten, eingenommen. Doch auch der Staat profitiert von dem Boom der Legalisierung. Die Preisexplosion bei Marihuana ist neben der steigenden Nachfrage auch mit der Einführung der Marihuana-Verkaufssteuer, die mit 25 Prozent zu Buche schlägt, zu erklären. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2016 konnte der Staat allein 150 Millionen Dollar an Steuereinnahmen verbuchen, Tendenz steigend. Bereits 2014 nahm Colorado durch die Cannabis-Steuer 63,4 Millionen Dollar ein, 2015 bereits 120,6 Millionen.
Einnahmen dienen dem guten Zweck
Die Einnahmen durch den ansteigenden Haschisch-Verkauf fließen in die Umsetzung guter Zwecke. So nutzt Colorado die steigenden Steuereinnahmen um Schulen zu unterstützen, Drogenaufklärung auszuweiten und soziale Projekte zu fördern. Laut "Fortune" könnten bereits 2020 Steuereinnahmen in einer Höhe von 22 Milliarden Euro in die Staatskasse fließen, sollte der Cannabis-Verkauf in allen US-Bundesstaaten legalisiert werden. Welchen Kurs der kommende Präsident Donald Trump in Sachen Marihuana-Legalisierung einschlagen wird, bleibt abzuwarten.
Redaktion finanzen.net
Weitere News
Bildquellen: Opra / Shutterstock.com, Yellowj / Shutterstock.com