i:FAO: Alles spanisch, oder was?
Einen zweiten Blick wert ist die Aktie von i:FAO. Der Softwareanbieter von Business-Reisen erhielt jüngst ein Übernahmeangebot von der Amadeus Corporate Business AG.
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von Lars Winter, Euro am Sonntag
Die Gesellschaft ist eine Tochter des spanischen Technologiekonzerns Amadeus IT, dem Weltmarktführer für Reisebuchungsabwicklung mit einem Marktwert von fast 14 Milliarden Euro. Die Madrilenen haben unter anderem das Flugreservierungssystem Amadeus entwickelt, das Ende der 80er-Jahre entstand und bis heute zum führenden Standard in der Reisebuchungsbranche zählt. Um seine Systeme zu optimieren und noch zukunftstauglicher zu machen, schaut sich Amadeus seit geraumer Zeit nach aussichtsreichen Nischenplayern für Cloud-Computing um. Ende 2013 kauften die Spanier den Cloud-Spezialisten Newmarket International, nun wollen sie sich die Frankfurter Softwarefirma i:FAO einverleiben.
Das Kernprodukt der Mainstädter ist die internetbasierte Software Cytric, die Geschäftsreisen plant, bucht, abrechnet und schließlich das Reisemanagement komplett übernimmt. i:FAO ist damit ein lupenreiner Cloud-Anbieter mit operativen Gewinnmargen jenseits der 30-Prozent-Marke und passt in das Zukunftskonzept von Amadeus wie die bekannte Faust aufs Auge. Das Angebot an die i:FAO-Aktionäre ist mit einen Preis von 15 Euro je Aktie demnach viel zu mager. Amadeus bietet Anlegern sogar weniger, als die i:FAO-Aktie aktuell an der Börse kostet.
Obwohl Amadeus mit der Offerte dem Vernehmen nach auf Wohlwollen beim i:FAO-Vorstand stößt und sich über Optionen und Zusagen von Investoren schon über 68 Prozent der Anteile von i:FAO sichern konnte, sollten Anleger vorschnell keine Aktie aus der Hand geben. Der gebotene Preis, der in etwa auf einem 2014er-KGV von 15 und einer Dividendenrendite von fünf Prozent basiert, ist viel zu niedrig.
i:FAO ist ein schuldenfreier Cloud-Spezialist mit einer Eigenkapitalquote von 90 Prozent, der eine fast konkurrenzlose Technologie zur Abwicklung von Geschäftsreisen besitzt. Das weiß auch Amadeus. Die Chancen, dass die Spanier am Ende beim Preis noch mal einen Schnaps zugeben, stehen daher gut. Käufe auf aktuellem Niveau dürften sich also noch lohnen. Das Kursrisiko nach unten ist eher begrenzt.
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