Frankfurt intern: GK Software-Aktie - auf Effizienz programmiert

In den Neunmonatszahlen ließ GK Software sein Skalierungspotenzial durchblitzen. Das operative Ergebnis des Anbieters von Kassensoftware erreichte 5,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 4,2 Millionen Euro zu Buche geschlagen war.
von Peer Leugermann, Euro am Sonntag
Das Ergebnis hob die Gewinnspanne mit 6,5 Prozent auf den höchsten Stand seit neun Jahren. Das Margenpotenzial von GK Software dürfte damit aber nicht ausgereizt sein. Vor der Corona-Krise wollte der Software-Anbieter bereits dieses Jahr eine Ebit-Marge von 15 Prozent erreichen.
Den Grundstein dazu legte das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2019 mit einem umfassenden Effizienzprogramm. Zwar laufen noch einzelne Maßnahmen, große Teile des Programms aber sind umgesetzt. Sorgen neue Aufträge auf der gesenkten Kostenbasis nun für eine höhere Auslastung, wird die Marge steigen. Dabei zog der Vertrieb bereits im dritten Quartal wieder an. Von Juli bis September wurden genau so viele Neuverträge abgeschlossen wie im gesamten ersten Halbjahr. Und laut firmennahen Kreisen geht es aktuell nur noch darum, ob das vierte Quartal durch das Neugeschäft gut oder sehr gut ausfällt.
Zusätzlichen Schub könnten der Vorstoß in das Cloud-Geschäft sowie die fiskalische Sicherung von Registrierkassen bringen. Um Steuerbetrug zu verhindern, muss der Handel seine Kassen ab 2021 mittels zusätzlicher Software fälschungssicher machen. Dazu bieten die Vogtländer bisher die einzige amtlich zugelassene Cloud-Lösung an. Wurden durch das Gesetz zunächst jährliche Zusatzeinnahmen von fünf bis sechs Millionen Euro erwartet, könnte das Ziel laut GK Software nun vielleicht sogar übertroffen werden.
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