Erwartungen übertroffen

UBS-Aktie dennoch im Minus: UBS hat im vierten Quartal deutlich mehr verdient - RBC belässt UBS auf 'Outperform'

31.01.23 17:13 Uhr

UBS-Aktie dennoch im Minus: UBS hat im vierten Quartal deutlich mehr verdient - RBC belässt UBS auf 'Outperform' | finanzen.net

Die größte Schweizer Bank UBS hat ihren Gewinn im Jahr 2022 überraschend gesteigert.

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Dank eines unerwartet guten Schlussquartals und gesunkener Personalkosten stand am Ende ein Gewinn von 7,6 Milliarden US-Dollar (7 Mrd Euro)in den Büchern und damit zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Institut am Dienstag in Zürich mitteilte. Damit übertraf die UBS die Erwartungen von Analysten deutlich. Die Dividende soll wie geplant von 50 auf 55 US-Cent steigen. Außerdem will das Institut im neuen Jahr erneut mehr als fünf Milliarden Dollar in den Rückkauf eigener Aktien stecken. An der Börse konnten die Neuigkeiten jedoch nicht überzeugen.

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Die UBS-Aktie verliert am Dienstag in Zürich zeitweise 2,14 Prozent auf 19,425 Franken. Dennoch wird das Papier damit noch etwa 13 Prozent höher gehandelt als zum Jahreswechsel und ist sogar rund 60 Prozent teurer als vor der Corona-Pandemie im Januar 2020.

Branchenexpertin Flora Bocahut vom Analysehaus Jefferies bewertete die UBS-Geschäftszahlen des vierten Quartals als durchwachsen. Die Bank verdanke ihren überraschend hohen Überschuss vor allem unerwartet hohen Sondererträgen und einer niedrigen Steuerbelastung. Der geplante Aktienrückkauf falle jedoch höher aus als am Markt gedacht.

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Im vergangenen Jahr profitierte die Bank weniger vom allgemeinen Anstieg der Zinsen als andere Geldhäuser. Im Gesamtjahr ging der Zinsüberschuss konzernweit sogar um ein Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zurück, obwohl er in der Vermögensverwaltung für reiche Kunden und in der Privat- und Firmenkundenbank um 17 Prozent anzog. Ein Jahr zuvor hatte die UBS beim Zinsüberschuss noch von einem positiven Effekt aus dem Guthabenfreibetrag der Schweizerischen Nationalbank profitiert.

Weil auch die Gebühren- und Provisionseinnahmen sanken, verringerten sich die gesamten Erträge im Berichtszeitraum um zwei Prozent auf knapp 34,6 Milliarden Dollar. Andererseits konnte die Bank ihre Personalkosten um fast vier Prozent drücken und damit einen Teil des Einnahmerückgangs wettmachen. Das Verhältnis von Kosten zu Erträgen verbesserte sich von 73,6 auf 72,1 Prozent.

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Mit dem Jahresgewinn von 7,6 Milliarden Dollar stieg auch die Rendite auf das materielle Eigenkapital der UBS im Jahresvergleich von 14,1 auf 14,9 Prozent. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank hat sich für 2022 eine Rendite von acht Prozent zum Ziel gesetzt und will bis Mitte des Jahrzehnts auf mehr als zehn Prozent kommen.

Unterdessen vertrauten die Kunden der UBS-Vermögensverwaltung im vergangenen Jahr rund 60 Milliarden Dollar frisches Geld an, davon allein 23 Milliarden im vierten Quartal. "Privatkunden hielten sich im Jahresverlauf wegen der hohen Unsicherheit und der unvorteilhaften Markttrends eher zurück", berichtete die Bank weiter. Institutionelle Kunden seien derweil sehr aktiv gewesen - vor allem wegen der Schwankungen an den Aktienmärkten im ersten Halbjahr sowie der Stärke der Devisen- und Zinsmärkte im zweiten Halbjahr 2022.

UBS-Chef Ralph Hamers zeigte sich auch mit Blick auf die kommenden Monate zuversichtlich: "Wir starten aus einer Position der Stärke ins Jahr 2023." Dabei verfolge die UBS weiterhin eine progressive Dividendenausschüttung und gehe davon aus, im laufenden Jahr Aktien im Wert von mehr als fünf Milliarden Dollar zurückzukaufen. Im vergangenen Jahr hatten sich die Aktienrückkäufe auf 5,6 Milliarden Dollar summiert.

RBC belässt UBS auf 'Outperform' - Ziel 23 Franken

Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für UBS nach Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 23 Franken belassen. Auf bereinigter Basis habe die Schweizer Bank die Erwartungen nicht erfüllt, schrieb Analystin Anke Reingen in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Dies ändere aber nichts daran, dass die strukturellen Kurstreiber der Aktie intakt blieben. Sie verwies dabei auf die Kostenkontrolle, steigende Zinsen und umfangreicher als erwartete Aktienrückkäufe.

FRANKFURT (Dow Jones) / ZÜRICH/NEW York (dpa-AFX)

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