Schock um China-Zölle: Wall Street und US-Techbörse knicken zum Wochenende erneut ein

04.04.2025 22:20:00

An den US-Börsen ging der Ausverkauf am Freitag weiter.

Der Dow Jones begann den letzten Handelstag der Woche 1,1 Prozent tiefer bei 40.097,90 Punkten und baute seine Abschläge weiter unter der Marke von 40.000 Zählern aus. Zum Handelsschluss stand ein Minus von 5,5 Prozent bei 38.314,86 Punkten an der Kurstafel.

Der NASDAQ Composite zeigte sich zunächst ebenfalls mit Verlusten von 3,05 Prozent auf 16.045,60 Zähler und verharrte anschließend noch deutlicher im Minusbereich. Er verabschiedete sich letztlich 5,82 Prozent schwächer bei 15.587,79 Zählern ins Wochenende. Der marktbreite S&P 500 stieg um 1,93 Prozent niedriger bei 5.292,14 Punkten in den Handel ein. Auch hier standen die Börsenampeln mit anschließend höheren Verlusten auf Rot. Sein Schlussstand: 5.074,08 Zähler (-5,97 Prozent).

Zolleskalation: China schlägt nach US-Zöllen zurück

Am Markt geht die Angst um, dass der heraufziehende Handelskrieg die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Ökonomen senken reihenweise ihre Wachstumsprognosen.

China hatte am Mittag angekündigt, einen Einfuhrzoll von 34 Prozent auf alle aus den USA importierten Waren zu erheben. Wie die Zolltarifkommission des Staatsrats mitteilte, tritt dieser Gegenzoll am 10. April in Kraft. China führt außerdem Ausfuhrkontrollen für sieben Kategorien von Seltene-Erden-Gütern ein. Die Exportkontrolle geschehe zum Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Interessen, erklärte das chinesische Handelsministerium.
Dies jage einen weiteren Schock der Angst durch die Märkte, schrieb Susannah Streter von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown. "Die große Sorge ist, dass dies ein Zeichen für eine scharfe Eskalation des Zollkriegs ist, die erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird."

Inflation und Leitzinsen im Blick

Da davon ausgegangen wird, dass die Zölle die Inflation in die Höhe treiben, wächst auch die Besorgnis, dass die US-Notenbank gezwungen sein könnte, die Zinsen auf dem aktuellen Niveau zu halten oder gar zu erhöhen. Marktteilnehmer dürften daher sehr genau hinhören, wenn der Präsident der Federal Reserve, Jerome Powell, am Freitag seine Rede zum Wirtschaftsausblick hält.

US-Beschäftigtenzahl steigt - Arbeitslosenquote auch

Fast zur Nebensache gerieten bereits vorbörslich neue Jobdaten. Dabei hat die US-Wirtschaft im März mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft kamen laut Arbeitsministerium in Washington 228.000 Stellen hinz. Volkswirte hatten im Schnitt mit 140.000 neuen Stellen gerechnet. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde allerdings um insgesamt 48.000 Stellen nach unten revidiert.
Die Arbeitslosenquote legte im Monatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent zu. Es ist der zweite Anstieg der Quote in Folge. Analysten hatten im Schnitt eine Stagnation erwartet.

Redaktion finanzen.net / Dow Jones Newswires / dpa-AFX

Bildquelle: Andre Viegas / Shutterstock.com, inray27 / shutterstock.com

Werbung

ETF-Sparplan für Kinder

Du möchtest für Deine Kinder Geld anlegen? OSKAR Kids ist Testsieger bei ETF-Sparplänen für Kinder: unkompliziert, ab 25 Euro monatlich, professionell gemanagt und mit günstigen ETFs.

Jetzt informieren!

Weitere News zum Thema