Zeitmanagement

Pomodoro-Technik: Produktivität und Leistung steigern

28.02.25 09:15 Uhr

Produktivitäts-Booster: So funktioniert die Pomodoro-Technik! | finanzen.net

Die Pomodoro-Technik unterteilt anstehende Aufgaben in Blöcke, die in bestimmten Intervallen erledigt werden müssen. Zur Belohnung wird eine Pause gemacht. Was steckt hinter der Technik, die unter anderem Tech-Milliardär Elon Musk nutzt?

Eine Küchenuhr in Form einer Tomate

Francesco Cirillo entwickelte die Zeitmanagement-Methode in den späten 1980er Jahren während er für sein Studium lernte und sich kaum konzentrieren konnte. Den Namen erhielt die Technik, da seine Küchenuhr geformt war wie eine Tomate. "Die Technik basiert auf der Erkenntnis, dass das menschliche Konzentrationsvermögen begrenzt ist", erklärt Doris Fay, Leiterin der Professur Arbeit- und Organisationspsychologie an der Universität Potsdam gegenüber ZDFheute. Ziel dabei ist es, eine Aufgabe in kleine, 25-minütige Pakete (Pomodori) aufzuteilen. Anschließend an dieses Intervall wird eine fünf Minuten Pause eingelegt. Ein Zeitblock dauert also 30 Minuten. Hat man insgesamt vier dieser Intervalle absolviert, folgt eine größere Pause von 15 bis 20 Minuten. Die Gesamtheit eines Blocks (Pomodoro) nimmt also einen Zeitraum von etwa 2,25 Stunden ein.

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Die Pomodoro-Technik soll der Prokrastination den Kampf ansagen und das Zeitmanagement produktiver gestalten, so die Francesco Cirillo - FZCO. Auch soll sich das Stresslevel senken, indem ein gesunder Ausgleich zwischen Arbeit und Pause stattfindet. Dem Entwickler zufolge ist die Technik jedoch weitaus mehr als nur eine Zusammensetzung von Zeitintervallen. Man lerne eine effektive Beziehung zur Zeit zu entwickeln, aber auch tägliche und sogar wöchentliche Routinen zu etablieren. Letztlich lasse sich die Technik sogar auf Teams ausweiten, indem man feste Zeiten für den gemeinsamen Austausch festlegt. Auf diese Weise sollen Unterbrechungen in den individuellen Zeitsegmenten ausradiert werden.

Sinnhaftigkeit hängt von den Aufgaben ab

Einen Haken hat die Technik dennoch: "Bei manchen Aufgaben ist es nicht sinnvoll, nach 25 Minuten eine Pause zu machen. Aufgaben unterscheiden sich stark darin, wann man eine sinnvolle Zäsur machen kann", erklärt Fay. Auch auf die persönliche Arbeitsweise und Strukturiertheit kommt es an. "Man braucht die Fähigkeit, sich einen Überblick zu verschaffen, was alles ansteht", betont Christiane Barho, Executive Coach und Sparringspartnerin für Führungskräfte, gegenüber ZDFheute. Idealerweise wird nicht nur diese eine Technik verwendet, um die Produktivität zu maximieren. Die Pomodoro-Technik kann auch nur für bestimmte Aufgaben oder bestimmte Tagesabschnitte genutzt werden.

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Effektivität der Pausen ist entscheidend

Das wohl wichtigste Konzept ist nicht die Dauer der produktiven Phasen, sondern die Erholung in den Pausen. Sie sind eine Belohnung für die vorausgegangene Anstrengung, verrät Fay. Aus diesem Grund sollten die Pause nicht mit dem Mail-Postfach oder anderen arbeitsbezogenen Themen verbracht, sondern tatsächlich als eine Auszeit genutzt werden. Einen Spaziergang unternehmen, sich anderweitig sportlich betätigen, einen frischen Kaffee beziehungsweise Tee zubereiten oder einen Powernap machen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und individuell. Hauptsache "Pause heißt […] Pause", denn "Das Gehirn braucht den Leerlauf", unterstreicht Barho.

J. Vogel / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Nuttapong punna / Shutterstock.com