Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Abwartende Haltung vor der US-Notenbanksitzung


Goldpreis: Abwartende Haltung vor der US-Notenbanksitzung

Der Goldpreis tendierte im frühen Dienstagshandel etwas schwächer. Belastend wirkte vor allem der festere Dollar.

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von Jörg Bernhard

Nach den kräftigen Verlusten der Vorwoche bleibt die charttechnische Situation angespannt. Einige Analysten warnen, dass bei einem Unterschreiten wichtiger Unterstützungsmarken weitere Kursverluste drohen könnten. Im Mittelpunkt steht die Fed-Sitzung am Mittwoch. Laut CME FedWatch Tool rechnen die Marktteilnehmer lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von fast elf Prozent mit einer Zinserhöhung. Für Dezember wird hingegen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 82 Prozent ein weiterer Zinsschritt erwartet. Neue Impulse versprechen die am Donnerstag anstehenden US-PCE-Inflationsdaten. Sie könnten entscheidend beeinflussen, wie lange die Fed an ihrer restriktiven Geldpolitik festhält. Entlastung für Gold könnten die jüngsten diplomatischen Bemühungen im Iran-Konflikt bringen, sofern dadurch die Ölpreise und Inflationsrisiken sinken. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure vor allem für den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (13.30 Uhr) stark interessieren. Laut einer von TradingEconomics veröffentlichten Umfrage unter Analysten wird gegenüber dem Vormonat mit einem Anstieg von 1,5 Prozent gerechnet.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 24,10 auf 4.014,30 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Hoffnung auf diplomatische Entspannung

Der Ölpreis hat im frühen Dienstagshandel nach den kräftigen Gewinnen der Vorwoche leicht nachgegeben. Verantwortlich hierfür war die Hoffnung auf eine diplomatische Entspannung lieferten Gespräche zwischen Vertretern Saudi-Arabiens, der Türkei, Pakistans und Irans in Teheran. Die beteiligten Staaten vereinbarten, ihre Bemühungen um Frieden und Sicherheit fortzusetzen. Allerdings bleibt die Versorgungslage angespannt. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen setzten ihre Angriffe auf saudische Energieanlagen fort. Zugleich erreichten die Attacken auf Handelsschiffe rund um die Straße von Hormus im Oktober den höchsten Monatsstand seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2017. Die Auswirkungen auf den Ölhandel sind erheblich: Laut ANZ Research gingen die Rohölexporte aus der Golfregion vier Wochen in Folge zurück. Die Transportmengen durch die Straße von Hormus erreichten zuletzt nur etwa 60 Prozent ihres üblichen Niveaus. Zudem liegen die weltweiten Lagerbestände an Mitteldestillaten fast fünf Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Damit bleiben die Risiken für die globale Ölversorgung trotz neuer Friedenshoffnungen hoch.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,12 auf 101,64 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,01 auf 110,73 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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