DAX letztlich fester -- Dow schließt etwas leichter - Tech-Indizes und S&P 500 mit neuen Rekorden -- Infineon, NVIDIA, Alibaba, Chip-Aktien, TUI, Telekom, Siemens, VW, Mercedes & Co. im Fokus
Fed-Führungswechsel: US-Senat bestätigt Kevin Warsh als neuen Fed-Chef. Brenntag mit Umsatz- und Gewinnrückgang. RWE bestätigt Prognose. E.ON bestätigt Jahresziele nach solidem Quartal. EVOTEC: "Project Horizon" startet mit Millionen-Anleihe. Google und SpaceX arbeiten offenbar an KI-Rechenzentren im All. RENK und HENSOLDT treiben Digitalisierung der Verteidigung voran.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt konnte sich zur Wochenmitte erholen.
Zum Sitzungsstart notierte der DAX bereits höher und legte im Anschluss noch etwas zu. Schlussendlich ging er 0,76 Prozent stärker bei 24.136,81 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX hingegen eröffnete die Sitzung minimal schwächer, drehte anschließend aber umgehend in die Gewinnzone. Er verabschiedete sich 1,43 Prozent höher bei 3.762,34 Zählern aus dem Handel.
Nach den deutlichen Verlusten vom Dienstag zeigte sich der deutsche Aktienmarkt erholt. Der DAX stieg dabei wieder über die Marke von 24.000 Punkten.
Im Mittelpunkt des Marktinteresses stand der China-Besuch von US-Präsident Donald Trump. Dabei geht es vor allem um Handelsfragen, begleitet wird Trump von führenden Vertretern der US-Wirtschaft. Überschattet wird die Reise jedoch vom Iran-Krieg und dem innenpolitischen Druck auf Trump, eine Lösung zu finden.
Daneben trieb die Berichtssaison weiterhin ihr Unwesen: Auf der Agenda standen unter anderem die Deutsche Telekom, E.ON, RWE, Merck, die Allianz und Siemens.
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Die europäischen Börsen erholten sich am Mittwoch etwas.
Der EURO STOXX 50 zeigte sich zum Handelsstart etwas fester und legte auch im Anschluss moderat zu. Schließlich notierte er 0,91 Prozent stärker bei 5.861,07 Zählern.
An Europas Börsen war eine leichte Erholung nach den Verlusten vom Vortag zu sehen. Die Märkte blieben jedoch von mehreren Unsicherheitsfaktoren geprägt. Im Fokus stehen der Iran-Krieg, anhaltende Inflationssorgen und der US-chinesische Gipfel in Peking.
Zudem richtete sich der Blick stark auf einzelne Unternehmen, da zahlreiche Quartalszahlen anstanden, unter anderem von Siemens, Allianz, Deutsche Telekom, Merck, RWE und E.ON. Belastend wirkte der weitere Anstieg der Inflation, nachdem die US-Verbraucherpreise deutliche Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Verbraucher gezeigt hatten.
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Die US-Börsen zeigten sich zur Wochenmitte uneinheitlich.
Der Dow Jones Industrial eröffnete etwas tiefer und behielt seine leicht negative Tendenz im Verlauf bei. Er ging 0,14 Prozent schwächer bei 49.693,20 Punkten in den Feierabend.
Der NASDAQ Composite startete dagegen etwas höher in den Handel. Zunächst zeigte er sich unentschlossen, doch im Laufe des Handelstages baute er seine Gewinne deutlich aus und notierte letztlich 1,20 Prozent im Plus bei 26.402,34 Zählern. Bei 26.474,18 Punkten hatte er zuvor einen neuen Rekord aufgestellt.
Auch der technologielastige NASDAQ 100 (29.452,26 Punkte) und der marktbreite S&P 500 (7.460,04 Punkte) haben neue Höchststände erreicht.
Das wegweisende Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping dominierte die Marktstimmung. Neue Wirtschaftsdaten untermauerten derweil den bestehenden Inflationsdruck: Analog zu den Verbraucherpreisen sind auch die US-Erzeugerpreise im April infolge der kriegsbedingt hohen Energiekosten massiv gestiegen, was die Erwartungen an bevorstehende Zinserhöhungen weiter festigt.
Im Zentrum des Interesses stand jedoch die geopolitische Diplomatie. Marktanalysten wie Jack Janasiewicz von Natixis Investment Managers sehen in dem Treffen die Hoffnung auf einen strategischen Austausch, bei dem China seinen Einfluss geltend machen könnte, um den Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu bewegen - möglicherweise im Gegenzug für eine US-geführte Deeskalation. Die Experten der Danske Bank gaben sich jedoch zurückhaltender: Sie wiesen darauf hin, dass Trump aufgrund innenpolitischer Herausforderungen und rechtlicher Einschränkungen bei seinen Zöllen kaum Druckmittel gegenüber Peking in der Hand halte. Für China hingegen habe die Wahrung stabiler Beziehungen Vorrang, wobei insbesondere die Taiwan-Frage die Verhandlungspositionen im Hintergrund mitbestimmt.
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Anleger an den Börsen in Fernost fassten zur Wochenmitte etwas Mut.
In Tokio gewann der Nikkei 225 letztlich 0,84 Prozent auf 63.272,11 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland hingegen notierte der Shanghai Composite mit einem Plus von 0,67 Prozent bei 4.242,57 Zählern.
In Hongkong legte der Hang Seng schließlich 0,15 Prozent auf 26.388,44 Einheiten zu.
Das bestimmende Thema an den Börsen blieb der Konflikt in Nahost. Ein jähes Ende des Kriegs ist weiterhin nicht in Sicht. Der iranische Botschafter in China erklärte zuletzt, Teheran unterstütze einen Vier-Punkte-Plan des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Nach wohl verdeckten Militärschlägen der Vereinigten Arabischen Emirate gegen den Iran dürften die geopolitischen Risiken eher zunehmen.
Zusätzlich rückte das geplante Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Xi Jinping in den Fokus. Obwohl der Besuch vom Iran-Krieg überschattet werden dürfte, geht es in erster Linie darum, über die bestehenden Handelsdifferenzen zu sprechen.
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