Krypto-Schock? Michael Saylor nennt Bitcoin-Verkäufe eine "Impfung" für den Markt

Strategy rückt in den Fokus, nachdem Michael Saylor mögliche Anpassungen der Bitcoin-Strategie angedeutet hat, die Signalwirkung für den gesamten Krypto-Markt haben könnten.
Werte in diesem Artikel
• Strategy erwägt erstmals Bitcoin-Verkäufe zur Marktstabilisierung und Vertrauensbildung
• Der Bitcoin-Bestand des Unternehmens beläuft sich auf mehr als 800.000 Bitcoin
• Neue Finanzprodukte treiben das Wachstum im Bitcoin-Kreditmarkt weiter voran
Strategy erwägt erstmals Bitcoin-Verkäufe
Strategy ist der größte Unternehmenshalter von Bitcoin und das weltweit erste Bitcoin-Treasury-Unternehmen. Aktuelle Aussagen von Konzernchef Michael Saylor stehen im Kontrast zur bisherigen Strategie des Unternehmens, wonach Bitcoin grundsätzlich nicht verkauft werden sollte.
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"Wir werden wahrscheinlich einige Bitcoin verkaufen, um eine Dividende zu finanzieren - einfach, um den Markt zu impfen und das Signal zu senden, dass wir dazu bereit sind", berichtet Cointelegraph unter Verweis auf Aussagen von Saylor aus der Telefonkonferenz am 05. Mai 2026 zu den Quartalszahlen von Strategy. Er ergänzte, dass Marktteilnehmer dann erkennen würden, dass "das Unternehmen in Ordnung ist, Bitcoin in Ordnung ist, die Branche in Ordnung ist, die Welt nicht untergegangen ist." Hintergrund der Aussagen ist ein ausgewiesener Nettoverlust von 12,5 Milliarden US-Dollar, der vor allem auf nicht realisierte Verluste aus den Bitcoin-Beständen zurückgeht, da der Bitcoin im ersten Quartal um 23,8 Prozent gefallen war.
Strategy meldet starkes Wachstum bei Bitcoin und Digital Credit
Wie Strategy in einer Pressemitteilung vom 5. Mai 2026 bekannt gab, hielt das Unternehmen zum 3. Mai 2026 insgesamt 818.334 Bitcoin - ein Plus von 22 Prozent seit Jahresbeginn. Seit Jahresbeginn wurde außerdem eine Bitcoin-Rendite von 9,4 Prozent erzielt. Gleichzeitig nahm das Unternehmen bislang rund 11,68 Milliarden US-Dollar ein.
Obwohl der Bitcoin-Kurs seit Jahresbeginn rund 8,6 Prozent nachgegeben hat, beläuft sich der Wert der Unternehmensbestände, bei einem aktuellen Bitcoin-Kurs von rund 81.000 US-Dollar (Stand: 12. Mai 2026), dennoch auf knapp 66,3 Milliarden US-Dollar. Auch im Bereich Digital Credit verzeichnete Strategy ein kräftiges Wachstum: Das Finanzprodukt Stretch sammelte seit Jahresbeginn 5,58 Milliarden US-Dollar ein - ein Anstieg um 189 Prozent. Zudem wurden bislang kumulierte Dividenden in Höhe von 692,5 Millionen US-Dollar auf sämtliche Vorzugsaktien ausgezahlt, so die Pressemitteilung weiter.
Einordnung der bisherigen Bitcoin-Strategie
Seit August 2020 ist Strategy ein konsequenter Käufer von Bitcoin und nutzt die Kryptowährung seither als zentrale Treasury-Reserve des Unternehmens. Noch im Februar hatte Saylor Verkaufsängste deutlich zurückgewiesen: Gegenüber CNBC sagte er: "Ich erwarte, dass wir jedes Quartal für immer Bitcoin kaufen werden." Zudem betonte er damals, dass selbst ein starker Kursrückgang auf 8.000 US-Dollar verkraftbar sei und das Unternehmen seine Schulden refinanzieren könne.
Bitcoin-Finanzierung über neue Instrumente
Strategy finanziert seine Bitcoin-Käufe zunehmend über dividendenzahlende, unbefristete Vorzugsaktien wie Stretch. Dieses Instrument hat einen wesentlichen Teil der in diesem Jahr gekauften 145.834 Bitcoin ermöglicht, wodurch die Gesamtbestände auf 818.334 Bitcoin gestiegen sind. Das Ziel sei es, Stretch zum "größten Kreditinstrument der Welt" auszubauen, wobei mit wachsendem Volumen die Liquidität steigen soll, was eine breitere Nutzung ermöglichen und einen "Netzwerkeffekt" auslösen soll, so Cointelegraph unter Verweis auf Aussagen von Michael Saylor.
So bewegt sich die Aktie
Aktuell notiert die Aktie bei 179,84 US-Dollar und liegt damit 14,43 Prozent über ihrem Stand zu Jahresbeginn. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fällt die Entwicklung noch deutlicher aus: Hier haben die Papiere des Unternehmens um 21,16 Prozent zugelegt (Stand: 07. Mai 2026).
Svenja Polonyi, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Bildquellen: Strategy
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