Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Höchste US-Teuerung seit drei Jahren

13.05.26 08:10 Uhr

Goldpreis-Rally trotz Indien-Schock: Springt das gelbe Metall jetzt über die nächste Marke? | finanzen.net

Trotz einer beschleunigten Inflation in den USA kommt der Goldpreis im frühen Mittwochshandel kaum vom Fleck.

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Rohstoffe

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von Jörg Bernhard

Die Daten zeigten, dass die US-Verbraucherpreise im April mit 3,8 Prozent p.a. stärker als erwartet angestiegen sind, was die Hoffnungen auf Zinssenkungen der Fed noch in diesem Jahr weiter dämpfte. Die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten dürfte daran kaum etwas ändern. Zudem richtet sich der Fokus auf das für Donnerstag anberaumte Trump-Xi-Treffen. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure aber auch für die US-Produzentenpreise stark interessieren. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich diese von 4,0 auf 4,9 Prozent p.a. beschleunigt haben. Dieser Indikator wird in der Finanzwelt als Frühindikator für die Produzentenpreise genutzt. Interessante Meldungen kamen auch aus Indien. Dort wurden nämlich die Importzölle auf Gold und Silber im Rahmen von Maßnahmen zur Begrenzung ausländischer Käufe und zur Entlastung der Devisenreserven des Landes von 6 auf 15 Prozent erhöht.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 24,20 auf 4.710,90 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Entspannung nach Preissprung

Die Ölpreise gaben am Mittwoch nach und beendeten damit eine dreitägige Rally, da Anleger auf Entwicklungen rund um die fragile Waffenruhe im Nahen Osten warteten und zugleich dem hochrangigen Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping in China entgegenblickten. Während der Iran-Krieg andauert, sind die US-Rohöllagerbestände laut Marktquellen unter Berufung auf Daten des American Petroleum Institute bereits die vierte Woche in Folge gesunken (minus 2,19 Mio. Barrel), während bei Destillaten ein Minus von 320.000 Barrel und bei Benzin ein unerwarteter Zuwachs um 500.000 Barrel zu Buche schlug. Neue Impulse könnte der für den Nachmittag angekündigte "offizielle" Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) liefern.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,52 auf 100,66 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,53 auf 106,24 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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