DAX schließt unter 24.000er Marke -- US-Börsen uneinheitlich -- Plug Power: Durchwachsene Zahlen -- D-Wave, Chip-Aktien, Rheinmetall, Telekom, Munich Re, Siemens Energy, Novo Nordisk, Wendy's im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt notierte im Handel am Dienstag leichter.
So zeigte sich der DAX zum Börsenstart bereits schwächer und verblieb auf tiefrotem Terrain. Dabei rutschte er sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten. Schlussendlich ging er 1,62 Prozent tiefer bei 23.954,93 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX verlor zur Eröffnung ebenfalls und gab auch im Anschluss weiter ab. Er verabschiedete sich 1,5 Prozent leichter bei 3.709 Zählern aus dem Handel.
Nach dem richtungslosen Wochenstart ließ sich am Dienstag ein schwächerer Handel am deutschen Aktienmarkt beobachten. Die weiterhin angespannte Situation im Nahen Osten belastete die Stimmung der Anleger und bremste die Risikofreude.
Die US-Regierung erhöht unterdessen den wirtschaftlichen Druck auf den Iran und verhängte weitere Sanktionen gegen mehrere Personen und Unternehmen. Zudem gilt die seit fast fünf Wochen bestehende Waffenruhe nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump als zunehmend fragil. Auslöser sei ein Vorschlag aus Teheran zur Beendigung des Konflikts gewesen, den Trump scharf kritisierte. "Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe."
Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners erklärte: "Zwischen den USA und dem Iran gibt es weiterhin keine Fortschritte. Die Situation scheint festgefahren." Die aktuelle Hängepartie könne sich noch länger hinziehen. "Für jegliche Form der Entwarnung ist es weiterhin zu früh. Dieses Thema wird die Börsen und die Weltwirtschaft noch lange begleiten".
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Die europäischen Börsen präsentierten sich mit Verlusten im Dienstagshandel.
Der EURO STOXX 50 startete die Sitzung im Minus und verlor auch anschließend. Zum Ende der Sitzung lagen die Verluste bei 5.808,45 Punkten (-1,48 Prozent).
Händler beobachteten am Dienstag eine Abwärtsbewegung an den Märkten. Weder im Iran-Konflikt noch im Ukrainekrieg gibt es derzeit neue, marktbewegende Entwicklungen. Die Aufmerksamkeit richtete sich daher auf die am Nachmittag veröffentlichten US-Verbraucherpreisdaten. Wie erwartet ist die US-Inflation im April angestiegen.
Im Nahostkonflikt bleibt die Lage zwischen den USA und dem Iran festgefahren, während sich auch bei den Ölpreisen wenig Bewegung zeigt. US-Präsident Donald Trump kommentierte die Situation mit den Worten: "Ich würde sagen, der Waffenstillstand liegt auf der Intensivstation." An den US-Märkten kursiert inzwischen in Anlehnung an das Akronym "TACO" die Bezeichnung "NACHO-Trade" - "Not A Chance Hormuz Opens" - als Ausdruck der Sorge vor einer Blockade der Straße von Hormus.
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Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag uneinheitlich.
Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 49.760,56 Punkten.
Der NASDAQ Composite verlor unterdessen 0,71 Prozent auf 26.088,20 Zähler.
An der Wall Street spielte sich für den Dienstag ein verhaltener Handel ab. Hauptgrund für die gedrückte Stimmung war die fragile Lage im Nahen Osten: Der ohnehin instabile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran droht zu scheitern, da beide Seiten ihre Positionen verhärten. Während Präsident Trump beharrlich auf dem Ende des iranischen Atomprogramms besteht, reagiert Teheran mit unverhohlenen Drohungen auf mögliche Aggressionen. Diese politische Sackgasse nährt die Befürchtung einer dauerhaften Sperrung der Straße von Hormus.
Die zeitgleich veröffentlichten US-Inflationsdaten sorgten derweil für wenig Überraschung und blieben ohne nennenswerte Impulse für die Kurse. Wie von Marktteilnehmern erwartet, hat sich der Preisauftrieb im April deutlich verschärft, was in erster Linie auf die kriegsbedingt explodierenden Energiekosten zurückzuführen ist. Mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat kletterte die jährliche Inflationsrate auf 3,8 Prozent, womit die Prognosen punktgenau getroffen wurden.
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Die Börsen in Fernost konnten sich am Dienstag nicht für eine gemeinsame Richtung entscheiden.
In Tokio gewann der Nikkei 225 letztlich 0,52 Prozent auf 62.742,57 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland hingegen notierte der Shanghai Composite mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 4.214,49 Zählern.
In Hongkong gab der Hang Seng schlussendlich um 0,22 Prozent auf 26.347,91 Einheiten ab.
An den asiatischen Börsen ließ sich am Dienstag kein einheitliches Bild beobachten. Insgesamt verlor die zuletzt von Halbleiterwerten getragene Kursrally in der Region an Dynamik.
Zugleich rückte der Krieg mit dem Iran wieder stärker in den Fokus der Anleger, da ein Ende des Konflikts weiterhin nicht in Sicht ist. Der iranische Botschafter in China erklärte, Teheran unterstütze einen Vier-Punkte-Plan des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Gleichzeitig wächst jedoch die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Informierten Kreisen zufolge sollen die Vereinigten Arabischen Emirate verdeckte Militärschläge gegen den Iran ausgeführt haben und damit zunehmend selbst zur aktiven Kriegspartei geworden sein. Laut Rodrigo Catril, Devisenstratege der NAB, bleiben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten entsprechend hoch. Zusätzliche Unsicherheit habe die klare Ablehnung eines iranischen Vorschlags zur Beendigung des Krieges durch US-Präsident Donald Trump ausgelöst, wodurch Hoffnungen auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran erneut gedämpft worden seien.
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