Nächster Rüstungs-Star? electrovac-Aktie fordert Rheinmetall, HENSOLDT, RENK und TKMS heraus - IPO im Fokus

Nach dem spektakulären Jahresstart für Rüstungstitel rückt nun electrovac mit seinem Börsendebüt ins Rampenlicht der Investoren. Was Anleger vorab wissen sollten.
Werte in diesem Artikel
• electrovac profitiert von Rüstungsrally
• Warum electrovac auch für Dividendenjäger interessant sein könnte
• Solide Nachfrage schürt Hoffnung für starkes Börsendebüt
Das ist electrovac: Hidden Champion zwischen Airbag und Abwehrrakete
Die electrovac AG aus dem niederbayerischen Salzweg wurde bereits im Jahr 1947 gegründet. Das Unternehmen hat sich auf sogenannte hermetische Glas-Metall-Versiegelungen (Glass-To-Metal-Sealing, kurz GTMS) spezialisiert - eine Technologie die auf den ersten Blick nischig wirken mag, aber für die moderne Hochleistungselektronik essenziell ist: Sie schützt sensible Bauteile vor extremen äußeren Einflüssen wie Hitze bis zu 450 °C, enormem Druck von bis zu 2.000 bar oder korrosiven Chemikalien.
Dabei profitiert electrovac vor allem von zwei massiven Megatrends: Personal Safety und Aerospace & Defense. Im Automobilbereich sorgt die Technik dafür, dass Airbag-Zünder auch nach Jahren im Fahrzeug unter extremen Bedingungen fehlerfrei funktionieren. Im derzeit besonders im Fokus stehenden Verteidigungssektor liefert das Unternehmen einsatzkritische GTMS-Lösungen für Raketenabwehrsysteme, Munition und Satellitenprogramme. "Unsere strategischen Zielmärkte "Personal Safety" und "Aerospace und Defense" verzeichnen starkes Wachstum mit hoher Sichtbarkeit durch identifizierte Kundenbedürfnisse und gemeinsame Entwicklungsprojekte", erklärt CEO Dieter Thumfart die aktuelle Dynamik. Mit einem Weltmarktanteil von rund 30 Prozent im Kerngeschäft und einer EBIT-Marge von zuletzt 12,2 Prozent im Geschäftsjahr 2025/26 präsentiert sich das Unternehmen finanziell robust.
IPO im Blick: Zeitplan und Details für Anleger
Anleger, die am Erfolg des Technologieführers teilhaben wollen, sollten sich deshalb den 30. April rot im Kalender markieren - dann ist die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Börse geplant. Die Zeichnungsfrist für die neuen Anteile lief vom 17. April bis zum 27. April um 12:00 Uhr, wobei die Preisspanne auf 7,80 Euro bis 10,20 Euro pro Aktie festgelegt wurde. Der Ausgabepreis wurde dann schließlich bei 7,80 Euro je Aktie festgelegt, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. Das gesamte Angebot umfasst bis zu rund 4,76 Millionen Papiere, wobei electrovac durch die Kapitalerhöhung einen Nettoerlös von etwa 30 Millionen Euro anstrebt. Das frische Kapital soll gezielt in den Ausbau der globalen Präsenz fließen: Neben Kapazitätserweiterungen am Standort Thailand plant das Unternehmen eine lokale Fertigung in China sowie den Aufbau eigener Produktionskapazitäten in den USA.
Für Dividendenjäger gibt es ebenfalls eine interessante Nachricht: electrovac plant ab 2026 eine regelmäßige Ausschüttung von etwa 20 Prozent des Konzernjahresüberschusses. CEO Dieter Thumfart betont die langfristige Vision des Schritts aufs Parkett: "Der nachhaltige Zugang zum Kapitalmarkt ist ein Schlüsselfaktor, um kontinuierliches Wachstum, technologische Führungsposition und langfristige Kosteneffizienz zu realisieren, unsere Position als zuverlässiger Partner der Hightech-Industrie zu stärken und erfolgreich dazu beizutragen Leben zu retten."
Mit der Notierungsaufnahme am 30. April wird sich zeigen, wie hungrig der Markt auf neue Rüstungs- und Technologie-Titel ist. Angesichts der prall gefüllten Orderbücher der Verteidigungsindustrie und der starken Position von electrovac als Zulieferer dürften viele Augen auf das Tickersymbol "EVAC" gerichtet sein.
Dass das Marktumfeld für Rüstungswerte derzeit extrem aufnahmefähig ist, zeigte bereits der fulminante Börsengang der Czechoslovak Group (CSG) im Januar dieses Jahres. Das IPO des Rheinmetall-Konkurrenten wurde zum echten Kursspektakel: Nach einem Ausgabepreis von 25 Euro sprang die Aktie zum Handelsauftakt direkt auf 32 Euro und beendete den ersten Tag mit einem Plus von über 31 Prozent. Inzwischen fiel das Papier jedoch wieder etwas zurück und notiert in der Nähe der 20 Euro-Marke.
Solide Nachfrage: Fulminantes Börsendebüt voraus?
Kurz vor dem geplanten Börsendebüt am kommenden Donnerstag rückt das IPO der electrovac AG in die entscheidende Phase - und die Signale vom Kapitalmarkt stehen auf Grün. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, stoßen die Anteile des niederbayerischen Mittelständlers auf solides Interesse; das Orderbuch soll bereits vollständig "gecovered" sein.
Dass die Emission zudem sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Privatanlegern gut ankommt, gilt als wichtiges Qualitätsmerkmal. Insbesondere die hohe Anzahl an Zeichnungen im kleinen und mittleren Volumen wird in Finanzkreisen als ideale Basis für einen später liquiden Handel an der Börse gewertet.
Die ersten Rückmeldungen aus dem Bookbuilding-Prozess lassen deshalb auf einen starken Börsenstart schließen. Für wachstumsorientierte Anleger ist die Erstnotiz am kommenden Donnerstag damit zweifellos ein Termin, den Investoren im Visier behalten.
Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: electrovac AG, MaximP / Shutterstock.com
