UPDATE: Deutsche Bank rechnet weiter mit schwierigen Zeiten


Werte in diesem Artikel
Aktien

29.94 EUR -1.28 EUR -4.10 %

Indizes

2,127.50 EUR -30.69 EUR -1.42 %

25,104.36 EUR -344.83 EUR -1.35 %

208.79 EUR -1.62 EUR -0.77 %

651.25 EUR -10.07 EUR -1.52 %

6,180.29 EUR -91.94 EUR -1.47 %

295.93 EUR -10.34 EUR -3.38 %

13,262.49 EUR -182.74 EUR -1.36 %

11,114.27 USD 35.48 USD 0.32 %

9,663.35 EUR -131.67 EUR -1.34 %

5,293.38 EUR -41.49 EUR -0.78 %

   (Durchgehend neu)

Von Madeleine Winkler

   Dow Jones NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Verluste im Handel mit Kreditproduktion von 3,4 Mrd EUR haben der Deutschen Bank AG im Jahr 2008 den ersten Jahresverlust in der Nachkriegsgeschichte beschert. Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann gibt auch für das laufende Jahr keine Entwarnung: "Für die nächste Zeit sehen wir weiterhin sehr schwierige Bedingungen für die Weltwirtschaft und damit große Herausforderungen für unsere Kunden wie auch für unsere Branche", sagte er bei Vorlage der Zahlen am Donnerstag.

   Dennoch will der deutsche Branchenprimus bei seinem Geschäftsmodell bleiben: "Im Investmentbanking sind wir Marktführer in Geschäftsbereichen, die sich auch in der Krise gut entwickelt haben", erklärte Ackermann. "Vom Wert und der strategischen Bedeutung unserer stabilen Geschäftsbereiche bleiben wir überzeugt." Einen konkreten Ausblick auf 2009 gab die Deutsche Bank bisher nicht.

   Auch deswegen ging es für den Aktienkurs zunächst bergab. Die Deutsche-Bank-Aktie startete mit einem Minus von 9,6% in den Handel, machte anschließend aber deutlich Boden gut: Gegen 9.30 Uhr notierte sie bei 20,69 EUR, ein Minus von 2,6%.

   Am fehlenden Ausblick störte sich auch Analyst David Williams von Fox Pitt Kelton und will für eine endgültige Bewertung die anstehende Analystenkonferenz abwarten: "Zum laufenden Jahr hat die Bank nichts Substanzielles gesagt. Die Berechenbarkeit der Gewinne ist deshalb schlecht", sagte Williams. "Angesichts fehlender Prognosen ist es noch zu früh, um Deutsche Bank zu kaufen".

   Das vierte Quartal hat die Bank wie vor drei Wochen angekündigt mit einem Fehlbetrag von 4,8 Mrd EUR abgeschlossen, so dass im Gesamtjahr ein Nettoverlust von 3,9 Mrd EUR anfiel. Vor Steuern summierte sich das Minus im vierten Quartal zu 6,2 Mrd EUR und fiel damit noch schwächer aus als von Analysten im Schnitt erwartet. Ein Jahr zuvor hatte die Bank in den Monaten Oktober bis Dezember noch 1,4 Mrd EUR vor Steuern verdient.

   Ackermann zeigte sich mit dem Ergebnis des Schlussquartals "absolut unzufrieden". Nie zuvor erlebte Marktverhältnisse hätten einige Schwächen im Geschäftsmodell des Instituts offenbart. "Deshalb ändern wir unsere Aufstellung in einigen Geschäftsfeldern", sagte Ackermann.

   Die Bank habe Risikopositionen und Handelsaktiva deutlich abgebaut und die Kosten in den von den Marktturbulenzen am stärksten betroffenen Bereichen angepasst. Den Wertpapierhandelsbestand baute die Bank um 142 Mrd Euro oder 41% ab.

   Ungeachtet der Verluste gelang es dem Institut, seine Tier-1-Kapitalquote zum Jahresende bei 10,1% zu halten und damit im Einklang mit der eigenen Zielsetzung. "Wir haben die Relation von Bilanzsumme zu Eigenkapital (Leverage Ratio) deutlich reduziert", sagte dazu Josef Ackermann.

   Die Erträge summierten sich im Schlussquartal auf negative 885 Mio EUR nach positiven Erträgen von 7,3 Mrd EUR im Vorjahr. Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) verzeichnete negative Erträge von 3,0 Mrd EUR gegenüber positiven Erträgen von 4,5 Mrd EUR im vierten Quartal 2007.

   Die Abschreibungen wegen der Finanzkrise erreichten nach Darstellung eines Sprechers eine Größenordnung von rund 900 Mio EUR. Damit musste die Bank im Jahr 2008 wegen der Subprimekrise insgesamt rund 7 Mrd EUR abschreiben. Trotz des Verlustes will die Bank ihren Aktionären noch eine Dividende zahlen. Mit 0,50 EUR bleibt sie allerdings deutlich hinter den für 2007 ausgezahlten 4,50 EUR zurück.

Webseiten: http://www.db.com/

-Von Madeleine Winkler, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 115, madeleine.winkler@dowjones.com (Benjamin Krieger hat zu diesem Bericht beigetragen.) DJG/maw/rio Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires

   February 05, 2009 03:36 ET (08:36 GMT)

   Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 36 AM EST 02-05-09

Aktuelle Deutsche Bank Aktie News

Werbung

Deutsche Bank Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
12:21 Deutsche Bank Buy Warburg Research
06.10.26 Deutsche Bank Overweight JP Morgan Chase & Co.
05.10.26 Deutsche Bank Outperform RBC Capital Markets
08.09.26 Deutsche Bank Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.09.26 Deutsche Bank Buy Warburg Research

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.