UPDATE: Deutz senkt Prognose 2008 nach Ergebnisrückgang in 2Q


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Von Christoph Baeuchle Dow Jones NEWSWIRES KÖLN (Dow Jones)--Nach einem verhaltenen Ausblick der Kunden und aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat die Deutz AG ihre Erwartungen für das laufende Jahr gesenkt. Der Kölner Motorenbauer konnte mit seinem am Mittwoch vorgelegten Zweitquartalszahlen die Gewinnerwartungen der Analysten nicht erfüllen.

   "Trotz erfolgter Kosteneinsparungen und Produktivitätsteigerungen können wir jedoch die in einem sich eintrübenden Marktumfeld sehr dynamisch einsetzende Absatzreduzierung und den damit verbundenen Erlösrückgang sowie den sprunghaften Anstieg der Rohmaterialpreise nicht schnell genug kompensieren", sagte Helmut Leube, Vorstandsvorsitzender der Deutz AG, am Mittwoch.

   Für das laufende Jahr erwartet das im MDAX notierte Unternehmen nun ein Umsatzplus von rund 5% und eine EBIT-Marge in der Größenordnung von 6%. Beim Absatz soll das Vorjahresniveau erreicht werden, als das Unternehmen knapp 286.000 Motoren verkaufte.

   Bislang wollte Deutz im laufenden Jahr mehr als 300.000 Motoren absetzen, das wäre ein Plus von 10% gewesen. Analog sollten die Einnahmen nach den ursprünglichen Planungen um 10% bis 15% steigen. Die EBIT-Marge wollte Deutz-Manager Leube auf rund 7% steigern, nach 6,3% im Vorjahr.

   Einige Analysten hatten bereits im Vorfeld mit einer Anpassung der Prognose gerechnet. Vor allem die Nähe zum Lkw-Hersteller Volvo, der einen Anteil von rund 25% am Deutz-Umsatz hat, machte die Experten skeptisch. Denn von den rückläufigen Bestellungen im Nutzfahrzeugbereich ist Volvo stark betroffen und vermeldete jüngst ein Minus bei den europäischen Auftragseingängen von mehr als 50%.

   Bislang bekommt dies Deutz bei den Aufträgen nur zum Teil zu spüren. Im zweiten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Rückgang bei den Auftragseingängen auf 395,8 (396,7) Mio EUR.

   Doch mit den Zahlen für das zweite Quartal blieb Deutz weitgehend hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Bei einem Umsatz von 428,5 (382,3) Mio EUR erzielte das Unternehmen ein EBIT von 23,9 (26,0) Mio EUR. Die Experten hatten im zweiten Quartal durchschnittlich mit einem Umsatz von 421,9 Mio EUR und einem EBIT von 25,5 Mio EUR gerechnet. Beim Nachsteuergewinn sind sie von 17,8 Mio EUR ausgegangen.

   Dennoch zeigt sich Leube zufrieden: "Wir blicken auf ein insgesamt erfreuliches 1. Halbjahr zurück, in dem wir Umsatz und Absatz trotz der sich abzeichnenden Konjunkturschwäche erneut steigern konnten."

   Im Segment Kompaktmotoren stieg der Absatz in den ersten sechs Monaten um 10,5% auf mehr als 132.000 Motoren und der Umsatz um 14,8% auf 652,5 (568,2) Mio EUR. Das EBIT verbesserte sich um 6,7% auf 20,8 (19,5) Mio EUR. Dabei wirkte sich das chinesische Joint Venture Deutz Dalian mit Anlaufkosten in Höhe von 4,7 Mio EUR negativ aus.

   Das Segment Deutz Customised Solutions steigerte den Absatz von Januar bis Juni um 9,7% auf mehr als 16.500 Motoren. Dabei stieg der Umsatz um 15,7% auf 173,0 (149,5) Mio EUR. Hierzu haben vor allem die Bereiche Mobile Arbeitsmaschinen und Stationäre Anlagen beigetragen. Das EBIT ist um 25,3% auf 22,3 (17,8) Mio EUR gestiegen. Diese Entwicklung begründet Deutz mit höheren Umsatzvolumina und dem Entfall der Anlaufkosten für die Produktionsverlagerung von Köln nach Ulm.

Webseite: http://www.deutz.de

-Von Christoph Baeuchle, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 2287 412, christoph.baeuchle@dowjones.com DJG/cba/mim (END) Dow Jones Newswires

   August 13, 2008 04:10 ET (08:10 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 10 AM EDT 08-13-08

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